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Die Fledermaus: So macht Operette richtig Spaß

Scharoun Theater Wolfsburg Die Fledermaus: So macht Operette richtig Spaß

Champagnerlaune in gleich zwei ausverkauften Vorstellungen zur Begrüßung des neuen Jahres im Theater: Johann Strauß’ „Fledermaus“ flatterte temperamentvoll durch das Haus, präsentiert vom Landestheater Detmold in Christian Poewes opulenter Inszenierung.

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Die Fledermaus: Eine tolle Vorführung im Theater.

Wolfsburg.  Operette, wie sie sein soll. Logische Handlung hin oder her. Jeder gibt sich für einen anderen aus und der mit fremden Frauen poussierende Ehemann erkennt auf einem Ball die eigene Gattin nicht. Am Ende jedoch trifft sich die dekadente, mit Alkohol und Drogen abgefüllte Gesellschaft, im Knast wieder. Hier sorgt der versoffene Gerichtsdiener Frosch (urkomisch: Michael Klein) für weitere Komplikationen. Rundum zufrieden ist Notar Dr. Falke als Initiator des intriganten Ränkespiels (souverän: Julian Orlishausen), der mit dieser Aktion späte Rache nimmt für einen üblen Scherz seines Freundes Eisenstein.

Gesungen wurde durchweg richtig gut. Eva Bernard gestaltete den Part der Rosalinde stimmlich mit viel Eleganz. Jeanne Seguins Kammermädchen Adele bestach mit sicher geführtem Sopran. Als ihre Schwester Ida machte Rita Gmeiner eine gute Figur, und die Hosenrolle des gelangweilten Prinzen Orlofsky bewältigte hervorragend Brititte Bauma. Andreas Jörens Herr von Eisenstein brillierte als zum Schluss blamierter Macho, Michael Zehe gefiel als kokettierender Gefängnisdirektor, und Stephen Chambers als Alfred trällerte sich wohltönend durchs Geschehen. Markus Grubers Advokat Dr. Blind stolperte komödiantisch durch die Szene.

Für Bühnenbilder und Kostüme zeichnete Lena Brexendorff verantwortlich. Das Landestheater-Orchester unter Leitung von György Mészáros spielte schwungvoll auf, der von Marbod Kaiser einstudierte Chor zeigte eine tolle Leistung, und die Balletteinlagen (Choreografie: Richard Lowe) kamen als reinste Augenweide daher. So macht Operette Spaß!

Von Katrin Mauke

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