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Die Arbeiten starten: Theater wird saniert

Wolfsburg Die Arbeiten starten: Theater wird saniert

Wolfsburg. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Die Vorbereitungen für die große Generalsanierung des Theaters starten, am 3. Juni ist offizieller Baubeginn, am 15. November 2015 soll die Wiedereröffnung sein - bis dahin gastiert das Theater im CongressPark. Gestern stellten die Beteiligten die nächsten Schritte des Vorhabens im Scharoun-Bau vor.

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Es geht los: An der Außenfassade der Seitenbühne wurden bereits die ersten Platten abmontiert, auch die Drehbühne (kl. Bild) ist abgebaut.

Quelle: Roland Hermstein (2)

Der Zeitplan für die Modernisierung ist straff. „Das Theater ist eines der wichtigsten Kulturgebäude unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Die Sanierung sei detailgenau geplant, „denn wir können es uns nicht leisten, ein halbes Jahr später als angedacht wieder aufzumachen.“

Knapp 30 Millionen Euro kostet die Sanierung - aber der Bau ist auch schon 40 Jahre alt. In den letzten Jahren habe man eher gekleckert, jetzt wird geklotzt, so Kulturdezernent Thomas Muth: Das Geld sei hier richtig eingesetzt, „um Kultur weiter leben zu lassen.“ Stadtbaurätin Monika Thomas: „Der Bau ist eine Stil-Ikone!“

Und so soll es bleiben: Bei der Sanierung wird eng mit der Denkmalpflege zusammengearbeitet. „Die Wolfsburger werden ihr Theater unverändert wiedererkennen“, so Mohrs. Die Neuerungen, „verbergen sich eher im Detail“, sagt Thomas. Architekt Winfried Brenne: „Rund 60 Prozent werden in der Technik stecken.“ Bühnen- und Gebäudetechnik werden auf den neusten Stand gebracht und energetische Maßnahmen sind von großer Bedeutung. „Nach der Sanierung kann 30 Prozent Energie eingespart werden“, so Brenne.

18 Monate dauert die Sanierung, Vorstellungen finden währenddessen im CongressPark statt. „Es gibt ein umfangreiches Programm“, verspricht Pressesprecherin Marita Stolz. „Wenn auch inhaltlich leichter als gewohnt.“

üt

WAZ-INFO: Theater: Fakten zur Sanierung

Zeitplan : Die Requisiten und Bühnentechnik werden ausgelagert, die Mitarbeiter ziehen ebenfalls um, bis zum 25. Mai muss das Theater leer sein – am 26. Mai schließt die Spielstätte offiziell und gastiert 18 Monate im CongressPark (großer Saal und Black Box werden noch hergerichtet). Erste Arbeiten am Theater haben schon begonnen: An der Seitenbühne werden derzeit die Natursteinplatten abmontiert, hier kommt später einer der Anbauten hin. Offizieller Baubeginn ist am 3. Juni, die geplante Fertigstellung am 15. November 2015.

Kosten : Insgesamt kostet die Sanierung 29.750.000 Euro: Denkmalgerechte Sanierung der Bausubstanz und energetische Maßnahmen (5,5 Millionen Euro), Erweiterungen/ Anbauten (1,5 Millionen), Gebäudetechnik (7,2 Millionen), Bühnentechnik (5,8 Millionen), Außenanlagen (400.000 Euro).

Wichtigste Maßnahmen: Sichtbare Neuerungen sind beispielsweise die Anbauten: Um mehr Lagerfläche zu gewinnen, wird an die vorhandene Seitenbühne angebaut (602 Quadratmeter); hier entstehen auch unterirdisch Räume, wo ein Sprinkler-Vorratsbehälter und eine entsprechende Pumpzentrale untergebracht werden (Brandschutzmaßnahme). Außerdem wird der Toiletten-Bereich um 91 Quadratmeter mit einem Anbau in den Hang des Klieverbergs hinein erweitert. Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroinstallationen sowie Bühnentechnik werden erneuert. Im Rahmen der Energie-Maßnahmen erhält das Dach eine Dämmung und die Fenster eine Isolierverglasung, die Beleuchtung wird mit einem LED-Konzept sparsamer. Auch die Belüftungstechnik in den Stühlen im Saal wird erneuert und der Kassenbereich modernisiert.

Für die Besucher: Das Theater will seine Gäste mit regelmäßigen Newslettern auf dem Laufenden halten. Am 12. September ist nach Abschluss der Rohbauphase ein Tag des offenen Baus geplant.

üt

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