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Stadt Wolfsburg Deutschlandpremiere in Wolfsburg für „Posts from the Past“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Deutschlandpremiere in Wolfsburg für „Posts from the Past“
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22:29 09.04.2018
Beispielhaftes Dokument: Bei der Ausstellung „Posts from the Past“ geht es um Zeugnisse jüdischen Lebens – wie hier um die Schwierigkeit, Atteste für die Ausreise zu bekommen. Quelle: A Müller-Kudelka
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Wolfsburg

Das Projekt 1938 des Leo Baeck Instituts beschäftigt sich mit der Geschichte und ist doch etwas ganz Neues. Soziale Netzwerke sollen bei dieser Ausstellung nicht Hassbotschaften verbreiten, sondern die Geschichte der deutschen Juden im Jahr 1938 heute erlebbar machen. Gerade für jungen Generationen. Eine Wanderausstellung macht neugierig darauf. Deutschlandpremiere war jetzt im Alvar-Aalto-Haus in Wolfsburg.

Die Ausstellung „1938 Projekt – Posts from the Past“ ist im Alvar-Aalto-Haus vom 10. bis 26. April gratis zu sehen: montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr, samstags bis 14 Uhr. Gruppen oder Schulklassen können sich auch für andere Zeiten anmelden (Kontakt: info@ij-n.de).

Die Schau besteht aus Stellwänden mit zwölf ausgewählten Beispielen aus dem Alltag von deutschen Juden im Jahr 1938 und soll neugierig machen auf insgesamt 365 Dokumente, die im Internet im Lauf des Jahres veröffentlicht werden. Jeden Tag erscheint ein neuer Beitrag, abrufbar auf Facebook, Instagramm und Twitter.

Begleitprogramm in Wolfsburg: ein eineinhalbstündiger Stadtrundgang mit Ulrich Knufinke unter dem Titel „1938: Die NS-Architektur der Stadt des KdF-Wagens“. Start ist am Dienstag, 17. April, um 16.30 Uhr, Hörsaal 2, Alvar-Alto-Haus.

Im Anschluss wandert die Ausstellung weiter nach Braunschweig (Stadtbibliothek, 3. Mai bis 2. Juni) und Salzgitter (Museum Schloss Salder, 7. Juni bis 8. Juli).

Historiker Jörg Munzel, Oberbürgermeister Klaus Mohrs und William H. Weitzer, Direktor des Leo Baeck Instituts New York-Berlin, erklärten zur Eröffnung Medienvertretern und geladenen Gästen, worum es geht. Die Ausstellung zeigt zwölf beispielhafte Exponate – Dokumente aus dem Jahr 1938. Es ist das Jahr der Judenpogrome in Deutschland und das Jahr der Gründung Wolfsburgs als „Stadt des KdF-Wagens“.

1938 Projekt – Eröffnung in Wolfsburg: (v.l.) Klaus Mohrs, William H. Weitzer, Jörg Munzel, Alexander von Kienlin, Dennis Weilmann Quelle: Andrea Müller-Kudelka

„Das ist aber nicht der eigentliche Grund, sie hier zu zeigen“, sagte Munzel. Es gehe um viel mehr: um die gesamte Region zwischen Harz und Heide. „Die Nazis haben hier die Erinnerung ausgelöscht“, sagte Munzel. Das Projekt 1938 soll deutlich machen, welche Spuren jüdischer Kultur es trotzdem gibt. „Es geht um das Erbe der Humanität“, sagte Munzel und bescheinigte der Stadt Wolfsburg Courage, weil sie sich ihrer Vergangenheit stelle.

Mohrs sieht das als „eine Selbstverständlichkeit“ und dankte denjenigen, die seit den 1980er Jahren hier für Erinnerungsstätten kämpfen. Heute sei Wolfsburg genau das Gegenteil der Stadt, die Adolf Hitler einst geplant hatte, betonte der Oberbürgermeister: weltoffen.

Viele Gäste und Follower im Internet wünscht sich Willialm H. Weitzer für die „Posts from the Past“, die Zeugnisse der Vergangenheit. „History matters“ – Geschichte ist wichtig, so lautete sein Appell.

Von Andrea Müller-Kudelka

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