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Stadt Wolfsburg Der große Test der Wahlplakate
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Der große Test der Wahlplakate
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22:00 29.08.2017
Ein Wald von Wahlplakaten: Die WAZ hat sich die Botschaften angeschaut und (nicht ganz ernst) analysiert. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

In dreieinhalb Wochen ist Bundestagswahl, Wolfsburgs Straßen sind gesäumt von einem Wald von Wahlplakaten. Doch für welche Inhalte werben die einzelnen Parteien? Die WAZ machte die ultimative Wahlplakate-und-was-draufsteht-Analyse.

Vorneweg geht, wie könnte es anders sein, die Kanzlerin. „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ will sich Angela Merkel einsetzen. „Jawoll“, möchte man der CDU-Politikerin zurufen, „genau richtig – aber hattest du dafür nicht schon zwölf Jahre Zeit?“

Wahlplakat der CDU: Natürlich mit Angela Merkel Quelle: Roland Hermstein

Ihr Herausforderer kommt mit einer klaren Botschaft daher. Auf den Plakaten von Martin Schulz steht: Martin Schulz. Eine Grunderkenntnis des Lebens hat der SPD-Mann ganz augenscheinlich verinnerlicht: Wer nichts sagt, sagt zumindest nichts Falsches.

Martin Schulz – nur der Name, sonst nichts. Quelle: Roland Hermstein

Die AfD überraschte mit winzigen „Wolfsburger Banderolen“, angebracht auf Bodenhöhe, gehalten von Zahnstochern. Die Banderolen mit den Parolen waren kaputt, kaum dass sie angebracht waren – vermutlich waren unachtsame Ameisen drauf getreten.

Die Grünen verraten uns, dass „eine bessere Zukunft nicht von allein“ kommt. Natürlich nicht, auch das muss bei Amazon bestellt und mit PayPal bezahlt werden.

Soziale Gerechtigkeit fordern die Linken, höhere Sozialleistungen und bessere Bildung und, wie ich mich zu erinnern glaube, noch einen ganzen Strauß weiterer Wohltaten. Man wird schwer jemanden finden, der dagegen ist. Ebenso schwer jemanden, der es bezahlen möchte.

Eilig scheint es die FDP zu haben. „Ungeduld ist auch eine Tugend“, wird uns da beschieden. Warum Christian Lindner auf dem Plakat ein Nickerchen hält, erklärt vermutlich das Kleingedruckte, das man aber nicht lesen kann.

„Freiheit für Palästina und Kurdistan“ fordert schließlich die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands MLPD als Ergebnis der Bundestagswahl im September. Diese ultimative Botschaft dürfte zur allgemeinen Beruhigung beitragen: Probleme vor Ort scheint es nicht zu geben. Na denn – bis zur nächsten Wahl.

Von Ulrich Franke

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