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Der Stadtwald als Erholungsort

Wolfsburger Forst Der Stadtwald als Erholungsort

Ist der Wolfsburger Wald in Gefahr? Der aktuelle Waldzustandsbericht des Landes vermeldet zwar „stärkere Schäden durch den Eichenprozessionsspinner“. Das aber stimmt so zum Glück nicht ganz.

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Idylle pur: Der Wolfsburger Stadtwald zeichnet sich durch einen hohen Erholungsfaktor aus.

Quelle: Kevin Nobs (Archiv)

Wolfsburg. Die Fraßschäden durch Raupen des Prozessionsspinners, eines Schmetterlings, seien im Drömling zwar groß, weiß Wolfsburgs Stadtförster Dirk Schäfer. Dies betreffe aber den im Landkreis Gifhorn gelegenen Teil des Drömlings: „Dort sind die Schäden in der Tat massiv.“ Natürlich trete der Eichenprozessionsspinner auch in Wolfsburg immer wieder in Erscheinung, „hier verfolgt das Ordnungsamt in enger Abstimmung mit anderen Behörden die Situation aber sehr intensiv.“ In den letzten Jahren hatte es bereits massive Gegenmaßnahmen mit Hilfe von Insektengift oder dem Absaugen der Nester gegeben.

Weitgehende Entwarnung also für die Stadtforst, und nicht nur das. Wolfsburgs Wald befindet sich offenbar in bestem Zustand. Nicht nur die Fläche wuchs zuletzt von 950 auf nun rund 1000 Hektar (Schäfer: „Unter anderem durch Ackeraufforstung und Zukäufe“), auch die letzte Biotopkartierung vor gut einem Jahr erbrachte hervorragende Ergebnisse. Alter Eichenbestand in hervorragendem Zustand, große Vielfalt, guter ökologischer Zustand, Vorkommen seltener Insekten wie Eichenbock oder Eremit-Käfer, die andernorts als überaus selten gelten.

Und was haben wir Bürger davon? Allerhand, weiß Stadtförster Dirk Schäfer: „Der Wolfsburger Stadtwald bietet einen hohen Erholungsfaktor.“ In erster Linie ein Verdienst der Stadt, die bereits vor Jahrzehnten auf diese Strategie setzte. Und vor zehn Jahren dokumentiert die Stadt die „konsequente Abkehr vom ökonomischen Waldbau“ in einer Ratsvorlage sogar schwarz auf weiß. Erholungswald statt wirtschaftlicher Erträge – was Generationen vor uns eingeleitet haben, kann noch Generationen nach uns nutzen.

Von Ulrich Franke

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