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Stadt Wolfsburg Der Nussknacker: Technisch sauber, aber emotionsarm
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Der Nussknacker: Technisch sauber, aber emotionsarm
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19:42 11.01.2019
Der Nussknacker: Das Russische klassische Staatsballett präsentierte den Klassiker. Quelle: Mona Ickert
Wolfsburg

Bei der Aufführung von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Nussknacker im Congress-Park stellt sich die Frage, wie lange die Definition von „klassisch“ noch greift und ab wann sie umkippt in „veraltet“. Die Choreografie von Konstantin Iwanow ist wenig inspirierend und geprägt von zu häufigen und damit eintönig wirkenden Wiederholungen.

Klassisch oder veraltet?

Auch hat das Publikum einige Probleme damit, die Finali zu erkennen und klatscht an allen möglichen und unmöglichen Stellen zwischendurch. Dies wird dadurch verstärkt, dass die Musik leider nicht live gespielt wird, sondern vom Band kommt. Da sie beinahe ohne Zäsuren zusammengeschnitten wurde, kann man die Verwirrung der Zuschauer also durchaus verstehen, welche weder in der Musik, noch im Tanz ein Ende erkennen können.

Leider gehen durch eben diese versehentlichen Klatscher und den Mangel an Passion viel an Klasse verloren. Darüber hinaus wird der Saal immer wieder von Handy-Kameras-Blitzen erhellt, da mehrere Zuschauer sich über die ungeschriebenen Gesetze der Theaterkultur hinwegsetzten und während der Vorstellung Fotos machen.

Tänzer zeigen hohen Können

Aus tänzerischer Sicht sticht Roman Starikov als „Prinz“ heraus, der im Pas de Deux mit der Prima Ballerina durch Leichtigkeit und Anmut punktet und den Betrachter versöhnlich stimmt. Die selbst für das klassische Ballett schmale „Marie“ Kristina Michailova, stand im auffallenden Gegensatz zum „Mäusekönig“ Sergej Schabrukov. Der Tänzer, der auch im alltäglichen Leben als durchaus beleibt gelten würde, passt in seinem hautengen Body nicht ganz in die Reihe der anderen Tänzer.

Technisch höchst sauber ist das gesamte Ensemble, welches es aber dennoch kaum schafft, Emotionen zu transportieren und den Zuschauer in die fantastische Welt des Nussknackers zu entführen. Es bleibt ein Abend des sauberen Tanzens, der keine Begeisterungsstürme entstehen lässt, sondern eher in ein Lehrbuch der russischen klassischen Ballettschule eingehen könnte.

Von Mona Ickert

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