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Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Protest Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Rund 30 junge Afghanen, die in Wolfsburg leben, sollen abgeschoben werden. Dagegen haben am Samstag rund 150 Menschen in der Innenstadt demonstriert.

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Mit Flaggen und Transparenten: Die Demonstration gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan startete am Wolfsburger Hauptbahnhof.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. In Wolfsburg haben jetzt rund 30 afghanische Flüchtlinge einen Ausweisungsbescheid erhalten. Und das, obwohl viele von ihnen längst integriert sind, Deutsch sprechen und eine Ausbildung machen. Rund 150 Wolfsburger protestierten am Samstag gegen die drohende Abschiebung der Afghanen.

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Rund 30 junge Afghanen, die in Wolfsburg leben, sollen abgeschoben werden. Dagegen haben am Samstag rund 150 Menschen in der Innenstadt demonstriert.

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Die Linke hatte die Demonstration angemeldet, die Organisation hatten die Falken übernommen – eine Gruppe politisch aktiver Jugendlicher, die sich im Jugendhaus Ost trifft. Unterstützt wurde die Demo von der IG Metall, der Flüchtlingshilfe und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Start war am Hauptbahnhof. Von dort zogen die Demonstranten – von der Polizei begleitet – in die Fußgängerzone. Die eigentliche Kundgebung fand vor dem Sparkassengebäude an der Pestalozziallee statt. Hauptredner war der langjährige Sprecher der IG Metall Wolfsburg und aktive Flüchtlingshelfer Willi Dörr: „In Afghanistan herrschen nach wie vor Terror, Gewalt und Unrecht. Das Auswärtige Amt gibt eine Reisewarnung heraus.“ In so ein Land könne man doch keine Menschen abschieden, sagte er unter dem Beifall der Demonstranten. Hinzu komme, dass viele der Afghanen längst integriert seien und eine Ausbildung angefangen hätten.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes hat ein Spendenkonto eingerichtet (Flüchtlingshilfe Wolfsburg, Volksbank BraWo, DE76 2699 1066 0803 1030 00, Stichwort RA für Afghanen). „Viele Afghanen klagen gegen den Ausweisungsbescheid“, so VNN-Sprecherin Mechthild Hartung. „Mit dem Geld werden Anwälte bezahlt.“

Von Carsten Bischof

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