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Delegiertenversammlung: IG Metall fordert mehr Ausbildungsplätze

Wolfsburg Delegiertenversammlung: IG Metall fordert mehr Ausbildungsplätze

200 Teilnehmern der Delegiertenversammlung der IG Metall Wolfsburg erhielten einen Ausblick auf das kommende Jahr. Wichtige Schlagworte waren Ausbildungsplätze, Steuergerechtigkeit und sozialer Wohnungsbau.

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Delegiertenversammlung der IG Metall im CongressPark: Mit dabei waren auch (v. l.) Lothar Ewald, Stefan Körzell, Ricarda Bier, Hartwig Erb und Thorsten Gröger.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. 200 Teilnehmer trafen sich am Dienstag zur Delegiertenversammlung der IG Metall im Wolfsburger CongressPark. Dabei gab es auch einen Ausblick auf das Jahr 2018, in dem neben Betriebsratswahlen die Tarifrunden in der Metall- und Elektroindustrie sowie bei Volkswagen anstehen.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, zeigte für die Verweigerungshaltung der niedersächsischen Arbeitgeber kein Verständnis: „Sie schalten auf stur und verschließen sich der notwendigen Diskussion. Dies betrifft die Entgeltforderung von sechs Prozent und die Forderung der Beschäftigten, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, um mehr Zeit für Kindererziehung und Pflege zu erhalten.“

Gröger machte deutlich, dass die Arbeitgeber in Niedersachsen die niedrigste Anzahl an Ausbildungsplätzen seit 2008 zu verantworten haben: „Sie sollen nicht jammern und von Fachkräftemangel sprechen. Vielmehr müssen sie Verantwortung zeigen, indem sie bei Volkswagen die Anzahl an Ausbildungsplätzen aufrechterhalten.“

Als Gastreferent begrüßte Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, Stefan Körzell, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes. Körzell pochte auf mehr Verteilungsgerechtigkeit und deutlich mehr Investitionen in die Infrastruktur: „Wir fordern höhere Steuern bei großen Erbschaften, Kapitalerträgen und Spitzeneinkommen.“ Die so gewonnenen Mittel werden gebraucht für den Infrastruktur-Ausbau und mehr Bildung, so Körzell. Auch für den sozialen Wohnungsbau verlangte er mehr Geld: „Es ist ein Skandal, dass durchschnittlich verdienende Arbeitnehmer in Ballungszentren kaum noch bezahlbare Mietwohnungen finden.“

Von der Redaktion

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