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Dealer muss fast sechs Jahre hinter Gitter

Drogen in Wolfsburg verkauft Dealer muss fast sechs Jahre hinter Gitter

Von 2011 bis Anfang 2016 hatte ein heute 28 Jahre alter Wolfsburger Drogen in der Innenstadt verkauft. Insgesamt mehr als 170 Kilogramm. Am Montag wurde er vor dem Braunschweiger Landgericht zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

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Haufenweise Gras: Polizeisprecher Thomas Figge zeigt den Fund aus der Wohnung des Angeklagten.
 

Quelle: Britta Schulze

Stadtmitte. Innerhalb weniger Jahre hat ein junger Mann (28) unfassbare Mengen an Marihuana in Wolfsburg verkauft. Insgesamt geht das Landgericht Braunschweig von rund 171 Kilogramm aus! Am Montag wurde der Wolfsburger zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Die Grundvoraussetzungen des 28-Jährigen versprachen schon keine rosige Zukunft. Seinen Vater kennt er nicht, zunächst wuchs er bei seiner Oma, erst später bei seiner Mutter auf, die Hauptschule verließ er ohne Abschluss. Wegen eines anderen Delikts wanderte der Wolfsburger mit 17 Jahren das erste Mal hinter Gitter, das zweite Mal einige Jahre später. Wieder auf freien Fuß, begann er 2011 seine Drogenkarriere.

Seine Ex-Freundin, die den Dealer noch zu Zeiten ihrer Beziehung bei der Polizei verpfiffen hat, machte eine ausführliche schriftliche Aussage, die verlesen wurde. Sie selbst hat Angst vor ihrem Ex und war nicht im Gerichtssaal. Detailreich schilderte die Frau, die mit dem 28-Jährigen eine Tochter hat, wie die Geschäfte ihres damaligen Freundes immer mehr wurden. Erst in einer Wohnung am Wohltberg, dann in der Innenstadt habe er seine Deals abgewickelt, oft an der Haustür. „Sein Handy hat ständig geklingelt.“ Zwei Mal pro Woche habe er eine prall gefüllte Tasche mit „Gras“ bekommen.

Anhand des Volumens der Tasche und der Häufigkeit der Besuche von 2013 bis 2016 hat haben Sachverständige die Menge der Drogen hochgerechnet. 121 Kilogramm von einer Quelle, 24 und 26 Kilogramm von zwei weiteren Lieferanten: insgesamt 171 Kilo, die der Wolfsburger in der Stadt unters Volk gebracht hat, zu Hause abgepackt und eingeschweißt in 100-Gramm-Beutel.

Die Freundin selbst zeigte ihn an, bei der Razzia im Januar fand die Polizei neben einem guten Kilogramm Gras auch einen riesigen „Polenböller“. In die Untersuchungshaft schickte ihm die junge Frau einen Trennungsbrief. Die Richterin hielt dem 28-Jährigen zu Gute, dass er alle Vorwürfe einräumte. Sie blieb zwei Monate unter der Forderung der Staatsanwaltschaft und verdonnerte ihn zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis.

Von Kevin Nobs

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