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Stadt Wolfsburg Datenpanne: Deshalb blieb das Kindergeld aus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Datenpanne: Deshalb blieb das Kindergeld aus
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00:23 25.11.2018
Datenpanne: Etwa zehn Familien in Wolfsburg mussten das Kindergeld nachfordern, weil Ummeldungen nicht automatische weitergeleitet wurden. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Die Bürokratie kann Bürger manchmal fast zur Verzweiflung treiben. So wie jetzt eine Familie aus Westhagen. Vor zehn Jahren zog sie mit drei Kindern vom Rabenberg nach Westhagen um. In diesem Jahr strich die Kindergeldkasse plötzlich die Bezüge – weil beim Bundeszentralamt für Steuern offenbar noch immer die alte Adresse verzeichnet war. Laut Auskunft der Stadt Wolfsburg ging es etwa zehn Familien im Stadtgebiet ähnlich.

Für die Westhagener bedeutete das einen Verlust von rund 600 Euro pro Monat – und das vor Weihnachten, denn ob die Bearbeitung des Falls nach dem Einspruch Tage, Wochen oder vielleicht sogar Monate dauern würde, konnte die Sachbearbeiterin zuerst nicht sagen. „Und dabei hatten wir überhaupt keine Schuld, sie hat sich sogar bei mir entschuldigt“, berichtete die dreifache Mutter der WAZ.

Auf Nachfrage erklärte Stadtsprecherin Elke Wichmann: „Die Personen, die von der Kindergeldkasse aufgrund des Datenabgleichs auf die fehlerhaften Meldeverhältnisse hingewiesen worden sind, haben von den Bürgerdiensten eine kostenlose Meldebescheinigung zur Vorlage bei der Kindergeldkasse erhalten. Gleichzeitig wurde dem Bundeszentralamt für Steuern eine Nachricht mit den aktuellen Daten der betroffenen Personen übermittelt.“ Normalerweise erfolgt diese Datenübertragung automatisch.

Ob der Fehler beim Sender (Stadt Wolfsburg) oder beim Empfänger (Bundeszentrale für Steuern) lag, lässt sich laut Verwaltung nicht mehr feststellen. Seit August 2017 erhalten die Kindergeldkassen vom Bundeszentralamt für Steuern einmal monatlich die geänderten Meldedaten digital für einen Datenabgleich. Laut dieser Daten seien ihre Kinder weiterhin auf dem Rabenberg gemeldet gewesen, sie selbst aber in Westhagen, erfuhr die betroffene Mutter. Das Problem: Der Brief mit dem Fragebogen, der früher zu Klärung hätte beitragen können, wurde auch zuerst zum Rabenberg geschickt. Deshalb merkte die Familie erst etwas, als die Zahlungen ausblieben.

Ende gut, alles gut: Das fehlende Kindergeld wird jetzt nachgezahlt. Das erfuhr die Westhagener Familie am Tag nach der Anfrage der WAZ bei der Stadt Wolfsburg. Laut Stadtsprecherin gingen auch bei den anderen Betroffenen Nachzahlungen ein.

Von Andrea Müller-Kudelka

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