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Stadt Wolfsburg Das sagt Wolfsburgs Politik zur Großrazzia der Polizei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Das sagt Wolfsburgs Politik zur Großrazzia der Polizei
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21:45 06.09.2018
Großrazzia am Nordkopf: Die Stadtpolitik hat die Aktion begrüßt und diskutiert über Veränderungen für das Areal. Quelle: Jörn Graue
Wolfsburg

„Die Razzia war notwendig“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Bachmann. „Vor allem die Massenschlägerei Mitte August hat mich beunruhigt“, sagt er. Der Staat dürfe seine Handlungsfähigkeit nicht verlieren. Es müsse gelten, die Szene am Nordkopf genau zu beobachten und frühzeitig einzugreifen. „Wenn ich jetzt einen Plan für Maßnahmen in der Tasche hätte, wäre das Aktionismus“, so Bachmann.

„Derzeit verläuft sich alles am Nordkopf, es ist wie ein Wurmfortsatz“

„Es gibt am Nordkopf zu viele Nischen, die Baustellensituation macht es dort unübersichtlich“, blickt Peter Kassel, Vorsitzender der CDU-Fraktion, auf die räumliche Situation in dem Bereich. „Derzeit verläuft sich alles am Nordkopf, es ist wie ein Wurmfortsatz.“ Er setzt auf eine stärkere bauliche Belebung und eine engere Anbindung an die Porschestraße. Jene Belebung würde dann dafür sorgen, dass der Drogenhandel keine Chance mehr hätte. „Allerdings geht das nicht von heute auf morgen“, räumt er ein.

„Die Großrazzia mit dem Überraschungseffekt war richtig“, sagt Sandra Straube als Vorsitzende der PUG-Fraktion im Wolfsburger Stadtrat. Gerade mit Blick auf Drogenhandel müsse die Polizei dauerhaft Präsenz am Nordkopf zeigen, fordert sie. „Wenn dort Minderjährigen Drogen angeboten werden, kann es nur eine Null-Toleranz-Strategie geben“, sagt sie. Wichtig ist es laut Straube, jenen Menschen, die sich dort regelmäßig treffen und unterschiedlichen Nationalitäten angehören, eine Perspektive zu bieten.

Mehr Perspektiven für die Menschen am Nordkopf

„Es ist sehr gut, dass die Polizei handelt“, sagt Grünen-Fraktionschef Olaf Niehus. „Die gestiegene Zahl der Straftaten zeigt, dass die vorhandene Videoüberwachung am Nordkopf nichts bringt.“ Auch er spricht sich für mehr Polizeipräsenz aus. „Wenn ich am Nordkopf auf einer Bank sitze, dann wäre mein Anspruch, dass ich pro Stunde zwei Polizisten sehe“, erklärt Niehus.

Mehr Perspektiven für Menschen, die regelmäßig am Nordkopf zusammenkommen, sind auch aus Sicht von Bastian Zimmermann (Linke und Piraten) wichtig. „Es ist immer leicht, mehr Polizeipräsenz zu fordern. Dann muss es die Stellen aber auch erst einmal geben“, sagt er. Er wolle die Probleme nicht kleinreden, warnt aber davor, Menschen vorschnell unter Generalverdacht zu stellen.

Jetzt komme es darauf an, die Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten

FDP-Fraktionschef Marco Meiners blickt auf die vergangenen Wochen zurück. „In der jüngsten Diskussion hieß es immer, dass es am Nordkopf sicher sei. Wenn das so wäre, bräuchte es eine solche Razzia nicht“, sagt der Freidemokrat. Es komme jetzt darauf an, die Sicherheit am Nordkopf dauerhaft zu gewährleisten. Dabei ist Videoüberwachung aus seiner Sicht kein geeignetes Mittel: „Diese verhindert keine Straftaten.“

Von Jörn Graue

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