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Stadt Wolfsburg Das fordern die Kästorfer nach dem dramatischen Unfall
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Das fordern die Kästorfer nach dem dramatischen Unfall
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00:21 03.12.2018
Zu dem Balken: Ingrid Blume hat den Unfall an der Bushaltestelle in Kästorf beobachtet und fürchtet, dass noch mehr passiert – wenn das dort ungünstig parkende dunkelrote Auto nicht verschwindet. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Kästorf

Ingrid Blume und ihr Nachbar sind überzeugt: Schuld an dem Unfall, bei dem ein Säugling verletzt wurde, trage auch ein dunkelrotes Fahrzeug. Es parkt seit Wochen in der Straße „Zu dem Balken“, behindert die Sicht, verursacht Staus.

Ein Zettel verwittert hinterm Scheibenwischer; Ingrid Blume knüpfte Kontakt mit dem Ordnungsamt. Der Wagen steht schräg gegenüber des Behindertenparkplatzes ihrer Gaststätte. Nicht verkehrswidrig, aber sehr ungünstig vor der nächsten Einmündung und den Haltestellen. „Ich biete gern einen Parkplatz auf unserem Hof an. Das hier ist einfach zu gefährlich!“, sagt sie. Am Mittwochmorgen habe sie die Verwaltung bereits gewarnt. Gegen 6 Uhr gab’s einen ersten Auffahrunfall, zwölf Stunden später krachte es richtig.

Unfall in Kästorf: Es wurde niemand verletzt

Ingrid Blume erzählt, sie habe gerade am Fenster gestanden. „Die Frau im Up konnte in der Dunkelheit wohl schlecht abschätzen, ob sie ausweichen kann“, sagt sie. Dann verlor die Fahrerin die Kontrolle und schleuderte in die Haltestelle.

Unfallort: Die Fahrerin dieses Up schleuderte auf eine Mutter und ihr Baby zu, die in Kästorf auf den Bus warteten. Quelle: Polizei

Dort wartete eine 37-Jährige, im Kinderwagen ihr neun Monate alter Sohn. „Die Scherben regneten herab“, erzählt Blume. Sie habe der Mutter Wasser gebracht, wegen des Schocks. Zum Glück wurde niemand schwerer verletzt.

„Wie schlimm muss ein Unfall sein, damit etwas passiert?“

„Wie schlimm muss ein Unfall denn sein, damit hier etwas passiert?“, fragt der Nachbar von gegenüber. Er war enttäuscht, dass die Polizisten vor Ort den parkenden Wagen nicht beachteten. Polizeisprecher Henrik von Wahl sagt dazu: „Auch bei einer unübersichtlichen Situation liegt der Fehler beim Fahrzeugführer, denn man muss seine Geschwindigkeit anpassen.“ Die Sorgen der Kästorfer könne er aber verstehen, will einen Verkehrsexperten aktivieren.

Ortsbürgermeister: Wird fordern seit Jahren Tempo 30

Aktiv geworden ist auch Ortsbürgermeister Francescantonio Garippo: „Wir fordern ja schon seit Jahren Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt.“ Davon abgesehen finde auch er: „Das Auto kann dort nicht bleiben.“ Da es keine rechtliche Möglichkeit gibt, den Halter aus dem Kreis Gifhorn zum Wegfahren zu zwingen, müsse man sie schaffen – durch ein Halteverbot. Die Chancen stünden gut, schätzt Garippo nach einem Telefonat mit dem Ordnungsamt am Freitag.

Von Andrea Müller-Kudelka

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