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Das Technische Hilfswerk: Wolfsburgs „blaue Engel“

Sicherheit durchs THW Das Technische Hilfswerk: Wolfsburgs „blaue Engel“

Wenn es um größere Schadenslagen geht, fällt einem meist zuerst die Feuerwehr ein. Dabei spielt auch das Technische Hilfswerk (THW) eine wichtige Rolle bei der öffentlichen Sicherheit. In Wolfsburg sind 45 Männer und Frauen aktiv.

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Das THW im Einsatz: Hier beteiligen sich die Wolfsburger an einer Großübung an der VW-Arena.
 

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg.  Für gewöhnlich verbindet man mit dem „blauen Engel“ das Siegel für umweltfreundliche Produkte. Die Flutopfer beim Elbe-Hochwasser 2013 allerdings prägten diesen Begriff für schlagkräftige und engagierte Helfer, die im Kampf gegen die Fluten mit Kolonnen schwerer blauer Fahrzeuge angerückt waren. Im Ortsverband Wolfsburg des Technischen Hilfswerks (THW) dokumentieren zahlreiche gerahmte Urkunden den Einsatz der Wolfsburger unter anderem in der Region Magdeburg und den Dank der betroffenen Menschen.

„Spektakuläre Einsätze dieser Art gehören glücklicherweise zu den Ausnahmen“, sagt Ortsbeauftragter Thomas Siber Tischer. Aber über mangelnde Beschäftigung brauchen sich die 45 Aktiven nicht zu beklagen. Immerhin zeigt der Klimawandel auch in unseren Breiten seine Auswirkungen mit extremen Witterungslagen, die immer wieder Hilfeleistungen erfordern. Man schafft Synergien mit Nachbarverbänden, tauscht bei Bedarf Fahrzeuge aus, stellt beispielsweise den Radlader samt Fahrer der Feuerwehr zur Verfügung. Wie beim Großbrand der Tischlerei in Nordsteimke.

Wenn’s sein muss, fliegen auch die Funken

Wenn’s sein muss, fliegen auch die Funken: Das THW verfügt spezielles Gerät.

Quelle: THW Wolfsburg
Einsätze nach Stürmen

Einsätze nach Stürmen: Das THW hilft mit ihren schweren Einsatzfahrzeugen.

Quelle: THW Wolfsburg

Zum Alltag des THW mit Sitz in der Dieselstraße gehören routinemäßige Pflege- und Wartungsarbeiten mittwochabends sowie die Ausbildung an den Geräten, die meist am Samstag ansteht. „Ziel ist, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein“, so Siber Tischer. Immerhin sei man als Einsatztruppe überwiegend in gravierenden Fällen gefordert. Das THW ist direkt dem Bundesinnenministerium unterstellt und wird von diesem auch mit dem Equipment ausgestattet. Acht Fahrzeuge stehen einsatzbereit in den Hallen und Garagen an der Dieselstraße. „Ein Transportfahrzeug allerdings ist in die Jahre gekommen“, sagt der Ortsbeauftragte.

Zufrieden ist Siber Tischer mit der Aktivenzahl, wenngleich die Zeiten, als das THW noch Anlaufstelle für viele Wehrersatzdienstleistende war, seit 2011 vorbei sind. „Mich freut vor allem der Nachwuchs“, sagt er. So absolvieren je drei junge Frauen und Männer demnächst den Grundlehrgang. In der Jugendgruppe (Mindestalter zwölf Jahre) sind zehn Mädchen und Jungen aktiv. Ein Urgestein ist übrigens Manfred Bosch (77), er ist seit 57 Jahren beim Wolfsburger THW.

Von Burkhard Heuer

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