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Das Technikzentrum in der Benzstraße

Viele Projekte unter einem Dach: Das Technikzentrum in der Benzstraße

Seit einem Jahr betreibt die WBG (Wolfsburger Beschäftigungs-Gesellschaft) als Generalmieter das Technikzentrum in der Benzstraße 1. Es bietet mehreren Projekten Platz. Neben dem Berufsförderzentrum ist hier seit 2015 auch die Jugendwerkstatt zu Hause.

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Bistro: Das Angebot richtet sich nicht nur an die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahmen, sondern auch an die Öffentlichkeit.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. Rund 40 WBG-Mitarbeiter betreuen in der Benzstraße pro Jahr hunderte Teilnehmer. Weitere Räume in dem 4000 Quadratmeter großen, verschachtelten Komplex nutzen Kreishandwerkerschaft, Gewerbeakademie, Gesellschaft für Verkehrsmedien und Fanuc (Fabrikautomation). Das macht Synergien möglich. Hauptziel der WBG-Projekte ist Integration in den Arbeitsmarkt. Früher waren sie auf viele Standorte verteilt. „Nach einem Jahr hier spielt es sich ein“, sagt WBG-Geschäftsführer Werner Schmidt.

Jan Sibbersen (Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitische Qualifizierung) führt durchs Haus. Start ist im Bistro. „Hier essen nicht nur unsere Teilnehmer, es ist für die Öffentlichkeit. Und das wird auch genutzt“, so Sibbersen. Karsten Donner, Martina Schmahl, Jana Scharenberg und Bilal Al Hussin bereiten Rouladen vor. Wenig später stehen die ersten Gäste an der Ausgabe - Mittagspause.

In der Holzwerkstatt wird noch gearbeitet. Auftrag des Berufsförderzentrums: ein Riesen-Puzzle für das Gleichstellungsreferat. Es soll beim Internationalen Frauentag zum Einsatz kommen. International ist auch die Gruppe: Anleiter Andrej Zimmermann erklärt Karla Fagundes (Brasilien), Maikel Seeleke (Deutschland) und Muoaffak Osso (Syrien) den Umgang mit Säge oder Hobel. Es ist ein Reinschnuppern in berufliche Möglichkeiten. Dazu gehören Garten- und Landschaftsbau, Gebäudereinigung, Metall, Lager und Logistik sowie im ersten Obergeschoss Schulungen für Handel und Verkauf oder Hauswirtschaft. Melanie Stulgies führt in Grundlagen ein. „Jobs gibt es unter anderem in Pflege- und Betreuungseinrichtungen“, sagt sie.

Im gleichen Flur findet man Sozialpädagogin Carolin Axer, Ansprechpartnerin für das Jugendwerkstatt-Programm. Sie pflegt auch Kontakte zu Jugendamt oder Familienhelfern. „Wenn die Teilnehmer keine Probleme hätten, kämen sie ja nicht zu uns“, sagt sie. Immer häufiger steht Sprache im Mittelpunkt; in der Metallwerkstatt zurzeit bei neun von 13 Teilnehmern. Dazu gehören Shekz Azizolla (Afghanistan) und Beigi Sepehr (Iran), die zusammen mit dem Iraner Mikael Bahrami das neueste große Kreativ-Projekt angeregt haben: Sie bauten den Fernsehturm von Teheran nach. Sibbersen: „Einige verarbeiten hier auch ihre Fluchterfahrungen.“

von Andrea Müller-Kudelka

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