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Stadt Wolfsburg Das Konto abgeräumt
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23:59 10.04.2014
Fall von Untreue. Das Verfahren wurde wegen geringer Schuld eingestellt. Quelle: Archiv
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Eigentlich ein klarer Fall von Untreue, das Amtsgericht stellte das Verfahren gestern dennoch ein – die Angeklagte war völlig überfordert gewesen.

Die Angeklagte und ihr Opfer kannten sich seit Jahrzehnten. Als die Seniorin pflegebedürftig wurde, kümmerte sich die 69-Jährige um sie – zunächst als Freundschaftsdienst, später als offiziell bestellte Betreuerin. Weil die 69-Jährige von Grundrente lebt und ihre Bekannte im Heim kaum Geld gebraucht habe, habe diese ihr mehrfach angeboten: „Nimm dir, was du brauchst.“

Das wiederum nahm die Angeklagte zu wörtlich, räumte mit der EC-Karte gut ein Jahr lang knapp 5200 Euro vom Girokonto ab; bisweilen reichte das Geld dann nicht mehr für die Heim-Rechnung.
Vorsitzender, Staatsanwältin und Verteidiger taten sich schwer: Wie soll diese Tat geahndet werden? Schon das Gerichtsverfahren war für die 69-Jährige fast Strafe genug; den Tränen nah bekannte sie: „Ich habe da einen großen Fehler gemacht.“

Salomonisches Urteil: Das Verfahren wurde schließlich wegen geringer Schuld eingestellt.

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