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Danke, Wolfsburg! Pastorin hat nie den Mut verloren

Kamerunerin kam 2005 als Asylbewerberin in die Stadt Danke, Wolfsburg! Pastorin hat nie den Mut verloren

Wolfsburg. Viele Wolfsburger nutzen die Weihnachtszeit, um einmal innezuhalten und über ihr Leben nachzudenken. So auch Dr. Judith Schulze, Gründerin der christlichen Freikirche „Zion Ablaze for God“ (Pfingstgemeinde) in Wolfsburg. „Ich möchte einfach mal der Stadt Wolfsburg ‚danke‘ sagen."

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Judith Mbong Schulze bedankt sich bei der Stadt: Die Kamerunerin stand vor vielen Jahre vor der Abschiebung, „aber ich habe nie den Mut verloren“.

Quelle: Kevin Nobs

Wolfsburg. "Ohne die Leute in der Verwaltung wäre ich nicht die, die ich heute bin.“

Denn Judith Schulze - in Kamerun geboren - kam 2005 als Asylbewerberin nach Wolfsburg, ohne Papiere, ohne Unterlagen. Statt auf staatliche Unterstützung habe sie auf Eigeninitiative gesetzt: „Ich habe einen Laden an der Heinrich-Nordhoff-Straße aufgemacht und mir quasi selbst Arbeit gegeben“, berichtet die 44-Jährige. „Der damalige Oberbürgermeister Rolf Schnellecke hat mir Mut gemacht.“

Auch bei der Gründung der Freikirche und der Suche nach Räumen hätten der Oberbürgermeister und sein Team im Rathaus geholfen, die Räume an der Schillerstraße 18a zu finden. Auch ihre Hochzeit mit Günther Schulze habe Rolf Schnellecke möglich gemacht: „Das war eine harte Zeit, ich stand kurz vor der Abschiebung. Ich konnte meinen Mann trotzdem ohne Papiere und Unterlagen heiraten. Weil man mir im Rathaus vertraut hat.“ Das habe ihr sehr viel Kraft gegeben.

Die dreifache Mutter hat als Pastorin der Pfingstgemeinde nicht nur weitere Gemeinden in Helmstedt und Königslutter sowie ein Sozialkaufhaus in Helmstedt aufgebaut, sondern auch geholfen, in Kamerun ein Waisenhaus hochzuziehen: „Ich habe damit Wolfsburg in mein afrikanisches Dorf getragen.“ Die neue Heimat in die alte verpflanzt. Ohne Rolf Schnellecke und seinen Nachfolger Klaus Mohrs hätte sie viele Dinge nicht geschafft: „Dafür möchte ich ihnen und den Mitarbeitern im Rathaus auf diesem Wege ‚danke‘ sagen.“ Ihren Laden und später ihr afrikanisches Restaurant habe sie leider schließen müssen, „aber nie den Mut und den Glauben verloren. Danke, Wolfsburg!“

bis

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