Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Computer-Betrüger erbeuten Hunderttausende Euro

Landgericht Computer-Betrüger erbeuten Hunderttausende Euro

Ein Duo soll in fast 200 Fällen mit Computerbetrug insgesamt mehr als 430.000 Euro erbeutet haben. Auch ein Wolfsburger wurde Opfer. Nun müssen sich die mutmaßlichen Täter (25/26) vor Gericht verantworten.

Voriger Artikel
Einkaufstasche von 87-Jährigem gestohlen
Nächster Artikel
Nordhoff-Straße: Aus Visionen soll Wirklichkeit werden

Online-Banking mit TAN-Generator: Computer-Betrüger sollen in fast 200 Fällen mehr als 400.000 Euro erbeutet haben.

Quelle: Foto: dpa

Wolfsburg/Verden. Die Masche klingt ebenso kompliziert wie effizient. Ein 25 Jahre alter Mann soll sich ins Online-Banking seiner Opfer gehackt und Vodafone-Kundenkennwörter verschafft haben, um in fast 200 Fällen Hunderttausende Euro in Geld und Waren zu erlangen. Unter den Opfern ist auch ein Wolfsburger. Der mutmaßliche Täter und ein Komplize (26) stehen ab Dienstag, 19. Dezember, vor dem Landgericht Verden.

Die Staatsanwaltschaft wirft Bünyamin A. und Mahmut V. Computerbetrug vor. Laut Anklage soll das Duo im Zeitraum vom 8. Dezember 2016 bis 26. April 2017 in Lilienthal, Riede und andernorts durch 192 Straftaten Geld und Waren mit einem Gesamtwert von über 434.000 Euro erlangt haben. In Wolfsburg war der Vorsfelder Thomas S. (50) betroffen, von dessen Konto im März Tausende Euro verschwunden waren. Einen Großteil des Geldes konnte er mit Mühe zurückbuchen lassen (WAZ berichtete).

Konkret soll Bünyamin A. sich auf unbekannte Weise die Zugangsdaten zum mTAN-gesicherten Online-Banking sowie die Vodafone-Kundenkennwörter der Geschädigten verschafft haben. Diese Daten habe er gemeinsam mit dem Angeklagten Mahmut V. genutzt, um auf Blanko-SIM-Karten die Rufnummern der Geschädigten zu übertragen. Auf diese Weise sollen sie vollen Zugriff zu den Konten der Geschädigten erhalten und diese für Rücklastschriften, Geldtransfers sowie Bezahlung von im Internet bestellten Waren – darunter iPhones – genutzt haben. Darüber hinaus sollen die Betrüger auf diese Weise im Internet einsetzbare Gutscheine und Bitcoins erworben haben.

Insgesamt sind zwölf Verhandlungstage angesetzt, Beginn ist jeweils um 9 Uhr. Das Urteil wird am 27. März 2018 erwartet.

Von Kevin Nobs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg