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Stadt Wolfsburg Caritas-Demo: Buh-Rufe, Pfiffe und Plakate
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Caritas-Demo: Buh-Rufe, Pfiffe und Plakate
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20:20 17.09.2012
Demo der Caritas: Mitarbeiter, Bewohner und Patienten machten am Montag ihrem Ärger Luft. Quelle: Photowerk (mv)
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Mit Rollstühlen, Rollatoren und Transparenten zogen die Demonstranten durch die Fußgängerzone. „Alles Lüge“, „Wir sind alt, aber nicht dumm“ und „Menschen sind keine Handelsware“ stand auf Bannern. Es geht um 250 Mitarbeiter und 450 Bewohner, die auf einen neuen Betreiber hoffen. Buh-Rufe und Pfiffe erntete Prälat Heinrich Günther von der St.-Christophorus-Gemeinde.

Ihm warfen Mitarbeitervertreter vor, Geheimverhandlungen mit der Diakonie zu führen und dafür den Interessenten der Lindhorst-Gruppe das Grundstück des Elisabeth-Heims nicht verkaufen zu wollen. „Transparenz und Ehrlichkeit“ forderte Kai Siebeneich (St. Elisabeth). „Ihnen geht es nur um die Pacht“, rief eine Frau, als Günther erklärte, die Kirche wolle nicht verkaufen, um sich weiterhin Einfluss zu sichern. „Wir wollen uns an einer, ökumenischen Betreibergesellschaft beteiligen“, eröffnete er – was auch für Insolvenzverwalter Joachim C. Hausherr neu war.

  • Laut Hausherr planen sowohl Lindhorst-Gruppe als auch Diakonie, das Elisabeth-Heim abzureißen und neu zu bauen, da eine Sanierung unwirtschaftlich wäre. Möglicherweise würden sogar zwei Einrichtungen entstehen: erst ein Neubau an anderer Stelle, in den die Bewohner während des Abrisses umziehen könnten, später ein neues Heim in der City. Die Lindhorst-Gruppe möchte das Innenstadt-Grundstück dafür kaufen, was der Kirchenvorstand aber ablehnt.

amü

Text wurde aktualisiert

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