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CIMA stellt Gutachten zum A39-Ausbau vor

Wolfsburg CIMA stellt Gutachten zum A39-Ausbau vor

Ein neues Gutachten attestiert positive Effekte für die Region durch den Bau der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg. Bei der Erstellung hatte das CIMA Institut für Regionalwirtschaft die Argumente der Gegner des Baus untersucht und die Ergebnisse in fünf Themenbereichen zusammengefasst. Gestern wurde die Studie vorgestellt.

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Positive Effekte: Ein Gutachten bescheinigt dem Projekte positive Auswirkungen auf die Region.

Quelle: Archiv

Insgesamt kamen die Gutachter laut Fabian Böttcher von der CIMA zu dem Schluss, dass sich die Argumente der A-39-Gegner „teilweise widersprechen.“ Böttcher: „Wir gehen davon aus, dass die positiven Effekte überwiegen und negative Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden.“

Zehn Jahre lang hatte die CIMA laut Böttcher Blogs, Presseartikel, Webseiten und Protokolle politischer Gremien ausgewertet, daraus 16 Thesen erstellt und die Ergebnisse in fünf Themenbereiche (siehe Text rechts) gegliedert.

In Auftrag gegeben hatte das Gutachten die Wolfsburg AG. Thomas Krause vom Vorstand sah eine Einigkeit aller darin, dass die Region verkehrstechnisch besser erschlossen werden müsste. „Die Frage ist nur, ob durch die A 39 oder einen B 4-Ausbau.“ Auch letzterer habe Auswirkungen auf Natur und Mensch.

Schützenhilfe erhielt er von den Landräten aus Uelzen, Lüneburg und Gifhorn sowie Vertretern der Städte Wolfsburg und Wittingen. Ralf Sygusch von der Stadt Wolfsburg verwies auf die Vorteile der Einpendler in die Stadt. Peter Rothe (Stadt Wittingen) sieht eine Chance, aus der Bevölkerungsabwanderung einen Bevölkerungszuwachs zu machen.

Doch es gab auch Kritik: „Das ist ein Lehrstück von Lobbyarbeit in Deutschland“, sagte Karin Loock von der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land mit Blick auf den Auftraggeber der Studie.

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WAZ-INFO: Schwerpunkte

Im CIMA-Gutachten sind die Ergebnisse der Untersuchungen in fünf Schwerpunkte gegliedert, für die jeweils die wichtigsten Punkte aus Sicht der Gutachter zusammengefasst wurden.

Wirtschaft & Arbeitsmarkt: Bessere Erreichbarkeit und dadurch bessere wirtschaftliche Entwicklung werden hier erwartet.

Wirtschaftlichkeit & Finanzierung: Die Befürchtungen der Gegner der A 39 hinsichtlich finanzieller Belastungen werden nicht geteilt.

Wohnen & Leben: Insgesamt verbessere sich die Lebensqualität der Bevölkerung durch den Bau der A 39, so die Gutachter. Eine Belastung durch Lärm und Abgase wäre beim B 4-Ausbau höher, da die Strecken der B 4 näher an den Ortskernen liegen würden.

Verkehr: Ohne den A 39-Bau würden sich regionale Verkehrsprobleme verschärfen, da mit stark zunehmenden Güter- und Personenverkehr gerechnet wird. Ein B 4-Ausbau wird hier lediglich als mögliche Ergänzung, nicht als vollwertiger Ersatz gesehen.

Natur & Umwelt: Die geplante Trassenführung weist im Vergleich zu anderen Vorhaben die geringsten Umweltauswirkungen für die Region auf, so die Gutachter.

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