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Stadt Wolfsburg Busse fuhren nicht, Kita blieb zu
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Busse fuhren nicht, Kita blieb zu
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19:00 14.03.2018
Warnstreik: WVG-Mitarbeiter blockierten am Mittwoch den Betriebshof in der Borsigstraße. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Laut Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben am Mittwoch landesweit rund 2600 Beschäftigte im öffentlichen Dienst gestreikt. Auch Wolfsburg war massiv betroffen: Etwa 280 Mitarbeiter von WVG, Kitas, Schulen, Müllabfuhr und Straßenreinigung legten die Arbeit nieder. Mit Folgen, die viele Bürger gespürt haben.

Los ging’s um 3.45 Uhr auf dem Betriebsgelände der WVG: „Wir haben mit quer stehenden Bussen Zu- und Abfahrten blockiert“, berichtete Verdi-Sekretärin Melanie Tietz. „Kein Bus kam raus oder rein.“ WVG-Sprecherin Petra Buerke sprach von 111 streikenden Busfahrern. „Busse, die in der Stadt unterwegs waren, waren ausschließlich Busse von Subunternehmern“, sagte sie. Sie deckten – wie jeden Tag – 30 Prozent aller Fahrten ab.

Kundgebung vor dem Rathaus: Die Gewerkschaft Verdi hatte am Mittwoch zum Warnstreik aufgerufen, auch rund 170 Verwaltungsmitarbeiter beteiligten sich an der Aktion. Quelle: Verdi

Laut Stadt beteiligten sich zudem rund 170 Verwaltungsmitarbeiter am Warnstreik. „Allein in den Kindertagesstätten und Schulen haben rund 60 Mitarbeiter gestreikt“, sagte Stadtsprecher Ralf Schmidt. Das Familienzentrum in Vorsfelde war zu, andere Einrichtungen schwächer als sonst besetzt und besucht. Notgruppen gab es in der Kita an den Teichen (Detmerode), der Kita am Ring (Westhagen) und der Kita in der City. Zu Problemen kam es auch am THG und im Kinder- und Jugendbüro der Stadt. „Die Stadt versucht sich so gut es geht auf solche absoluten Ausnahmesituationen wie kurzfristige Streiks vorzubereiten und zu regieren“, sagte Stadträtin Iris Bothe.

In der Stadtmitte, in Fallersleben und im Kersiek blieben Mülltonnen (Papier) stehen – sie würden am Donnerstag oder Freitag geleert, so Schmidt.

Kita am Klinikum: Die Einrichtung informierte Eltern per Aushang über Einschränkungen. Quelle: Boris Baschin

Verdi-Landesfachgruppenleiter Hermann Hane war mit dem Streikverlauf zufrieden: „Die Stimmung war gut.“ Und das, obwohl die Arbeitgeberseite in der zweiten Tarifrunde „gar nichts vorgelegt haben. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst hatten fest mit einem Angebot gerechnet“. Zur Erinnerung: Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Gehalt – mindestens 200 Euro mehr pro Monat. Oder, wie es Busfahrer Jürgen Heins ausdrückte: „Die Rente muss später reichen.“ Er gehörte zu den WVG-Mitarbeitern, die mit Plakaten und Trillerpfeifen für mehr Geld protestierten.

Eine Aktion, die auch die Wolfsburger Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann (Linke) unterstützt: „Die Forderungen sind absolut angemessen. Die mit den Streiks einhergehenden Einschränkungen (...) strapazieren die Nerven. Aber man sollte nicht vergessen, dass für ein anständiges Leben, für anständige Löhne und Gehälter gekämpft werden muss.“

Von Carsten Bischof

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