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Bundesregierung unterstützt VW-Manager Oliver S.

Freilassung auf Kaution gefordert Bundesregierung unterstützt VW-Manager Oliver S.

Der wegen des Abgas-Skandals in den USA angeklagte VW-Manager Oliver S. aus Wolfsburg erhält nach WAZ-Informationen Unterstützung von der Bundesregierung. Die deutsche Botschaft in Washington setzt sich für eine Freilassung des 48-Jährigen gegen Zahlung einer Kaution ein.

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Oliver S.: Dem VW-Manager drohen in den USA bis zu 169 Jahre Haft.

Quelle: Archiv

Wolfsburg/Detroit. Sollte der Deutsche anschließend in einer diplomatischen Vertretung der Bundesrepublik einen Reisepass beantragen, werde die Botschaft umgehend die zuständige Staatsanwaltschaft in Detroit darüber informieren, versichert Generalkonsul Holger Scherf in einem Brief an US-Bundesrichter Sean Cox. Mit dem Schreiben „im Auftrag des Auswärtigen Amtes“ aus der vergangenen Woche will die deutsche Botschaft offenbar Bedenken über eine mögliche Fluchtgefahr von Oliver S. ausräumen. Richter Cox wird am kommenden Donnerstag darüber entscheiden, ob der VW-Mitarbeiter aus Wolfsburg bis zum Prozessbeginn gegen Kaution auf freien Fuß kommt.

Unterstützung erhält Oliver S. auch aus der Politik. Der Europaabgeordnete Burkhard Balz (CDU) aus Stadthagen, der den VW-Manager seit Kindheitstagen kennt, macht sich vor Gericht ebenfalls für eine Freilassung seines Freundes stark. „Aus persönlicher Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass ich mich immer darauf verlassen konnte, dass Oliver zu seinem Wort steht“, heißt es in einem Schreiben von Balz mit dem offiziellen Briefkopf des EU-Parlaments.

Die Staatsanwaltschaft in Detroit lehnt eine Freilassung von S. ab. Die Strafverfolger befürchten, dass er sich anschließend nach Deutschland absetzen würde, um einer Verurteilung in den USA zu entgehen. Dem VW-Mitarbeiter drohen wegen angeblicher Beteiligung am Abgas-Skandal bis zu 169 Jahre Gefängnis.

Allerdings ist Oliver S. auch in seiner Heimat im Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen ihn wegen Betrugs, strafbarer Werbung und Urkundenfälschung. Am 26. Januar durchsuchten die Ermittler das Haus des Managers in Grußendorf und sein Büro im VW-Werk.

htz

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