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Bundesinnenminister de Maizière besuchte VfL-FußballWelt

Landtagswahlkampf Bundesinnenminister de Maizière besuchte VfL-FußballWelt

Volksnah gab sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière. In der VfL-FußballWelt probierte er einige Angebote, sprach aber auch über politische Themen und Gewalt unter Fußballfans.

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Dabei sein ist alles: Nur „mittelmäßig“ fand der Innenminister seinen Score beim Torwart-Reaktionstest, Spaß hatte er scheinbar trotzdem.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Eine „harte Kante“ zeigte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag beim Besuch in der VfL-FußballWelt – so lobte es sein Gastgeber, der Wolfsburger Landtagskandidat Peter Kassel (CDU).

Nach einer Führung durch das interaktive Kicker-Museum erklärte de Maizière im Gespräch mit Kassel, die Gewalt unter Fußballfans sei nicht mehr tragbar. „Natürlich kann jeder mal über die Stränge schlagen. Aber es darf kein Verständnis für systematische Anwendung von Gewalt geben. Da müssen wir für mehr Respekt in der Gesellschaft sorgen“, forderte er nachdrücklich. Eltern und Schulen müssten Kindern klare Grenzen ziehen. Aber auch bei Erwachsenen müsse man erzieherisch ansetzen: Eine öffentliche Fahndung, wie sie zuletzt bei dem Supermarkt-Erpresser stattgefunden hat, sei auch bei gewalttätigen Fußballfans eine gute Idee: „Solche Maßnahmen haben eine große pädagogische Wirkung.“

Zu großes mediales Echo?

Auf der anderen Seite sollten die Medien aufpassen, Tätern nicht zu viel Bedeutung zu verleihen. Bei Gewalt im Stadion gehe es, ähnlich wie im Terrorismus, um Geltungsbedürfnis. Das mediale Echo verstärke diesen Effekt noch. Ob es helfe, wenn die Medien ihre Berichterstattung einschränkten? „Den einen richtigen Weg weiß ich nicht. Aber man sollte den Menschen vermitteln: Ihr seid wichtig, dafür müsst ihr keine Gewalttaten begehen.“

Thema Obergrenze

Auf die am Vorabend in der Union beschlossene Obergrenze für Flüchtlinge angesprochen, hielt de Maizière kritische Distanz. Obergrenzen hätten eine „Sogwirkung“ und weckten den Ehrgeiz, noch zu diesen letzten paar Tausend zu gehören. Nun wolle man nicht erst bei Flüchtling Nummer 200.001 eingreifen, sondern die Zuwanderung aktiv in Balance halten.

Ob das als Basis für eine Regierungskoalition ausreicht, zeigt sich nächste Woche. Kassel jedenfalls freute sich über den „Schub für Sonntag“, den de Maizière gebracht habe.

Von Frederike Müller

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