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Bürgerinitiative: 400 Flüchtlinge sind zu viel

Wolfsburg-Kästorf Bürgerinitiative: 400 Flüchtlinge sind zu viel

Kästorf. Die Stadt möchte 400 Asylbewerber in Kästorf unterbringen. Das seien zu viele, sagen Anwohner. Deshalb wollen sie eine Bürgerinitiative gründen und, falls nötig, rechtliche Schritte einleiten.

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400 Flüchtlinge für Kästorf sind zu viel: Gegen die hohe Zahl will Torsten Kuder mit einer Bürgerinitiative vorgehen.

Quelle: Sebastian Bisch

Alles, was über 100 Flüchtlinge hinausgehe, führe zu Problemen mit der Bevölkerung. Genau so hatte am Dienstag auch der Ortsrat abgestimmt.

„Wir sind umgeben von Gewerbegebieten und haben schon jetzt keinen Platz, um mit Hunden spazieren zu gehen“, sagt Anwohner Torsten Kuder. Nun kämen noch große Messehallen zwischen ITV-City und Wohnbebauung hinzu. 400 Asylbewerber sollen dort leben – so der Plan der Stadt. „Das sind eindeutig zu viele für einen Ort wie Kästorf“, sagt der 52-Jährige. Zumal er nicht glaube, dass es bei 400 Personen bliebe.

Zurzeit hat das Dorf 1369 Einwohner (Stand: 30. September 2015). Kuder befürchtet, dass am Rande Kästorfs „ein Ghetto entsteht“. Das sei nicht im Sinne einer Integration. Andere Ortsteile müssten nicht so viele Menschen aufnehmen. „Ich möchte, dass Kästorf gerecht behandelt wird.“ 100 Flüchtlinge aufzunehmen, sei vertretbar. Ihnen zu helfen, da wäre Kuder dabei, sagt er.

Wenn Kästorf mehr als 100 Flüchtlinge aufnehmen muss, will der Kästorfer Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel wolle er auf seinem Grundstück eine Kamera installieren, die „alles dokumentiert, was an der Halle passiert“. Mit der Bürgerinitiative will er nötigenfalls sogar Klage gegen die Unterkunft einreichen. Im Ortsrat hatte er die 80 Anwesenden gefragt, wer ihn unterstützen würde – etliche Arme gingen hoch. Und schließlich will sich Kuder 2016 bei der Kommunalwahl in den Ortsrat wählen lassen, um Einfluss zu nehmen.

- Kontakt zur Bürgerinitiative per E-Mail an info@egenkamp.de.

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