Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Breakdancer lassen Nussknacker kopfstehen

CongressPark Wolfsburg Breakdancer lassen Nussknacker kopfstehen

Die Tänzertruppe inszenierte das Ballett als freches Hip-Hop-Battle. Doch beim Konzept „Klassik trifft Breakdance“ gibt es Reibereien.

Voriger Artikel
Weihnachtsbaum-Weitwurf in der Porschestraße
Nächster Artikel
800 Besucher bei Internationaler Weihnachtsfeier

Da ging die Post ordentlich ab: Im CongressPark erlebten die Besucher den „Nussknacker“ einmal ganz anders.
 

Quelle: Boris Baschin

Stadtmitte.  Warum sollte ein hölzerner Nussknacker ausgerechnet Pirouetten drehen und nicht stattdessen beineschlenkernd auf dem Kopf rotieren? Unter dem Motto „Klassik trifft Breakdance“ führten Da Rookies am Freitag im CongressPark eine beherzte Neu-Interpretation des „Nussknackers“ auf.

Von E.T.A. Hoffmanns Vorlage blieb die Rahmenhandlung bestehen, auch Tschaikowskis berühmte Ballettmusik gab es. Neben einer klassischen Ballerina wirbelten aber neun Breakdancer über die Bühne. Sowohl die Spielzeugsoldaten als auch die Armee des bösen Mäusekönigs (Bravo für die Kostüme!) beeindruckten mit Sprüngen, gewagten Drehungen und Bodenelementen.

Das funktionierte zum Teil ganz gut. Den triumphalen Marsch der Zinnsoldaten bestritten die Breakdancer hervorragend. Und als es zum Kampf zwischen Gut und Böse kam, ergänzten sich die bedrohliche Musik und das Tanz-Battle perfekt.

Leider wurde auch aus den ruhigeren Momenten des Balletts ein Spektakel gemacht. Ein Erzähler aus dem Off ließ dem Publikum fast die Ohren wegfliegen – und auch das meterhohe funkelnde Herz im Hintergrund der eigentlich zarten und kindlichen Liebesgeschichte hätte besser in einen Zirkus gepasst als in ein Weihnachtsmärchen.

Trotz dieser Unstimmigkeiten konnte das Publikum aber nicht übersehen, dass die Breakdancer von Da Rookies Meister ihres Faches sind. Irene Gordzielik, die den „Nussknacker“ schon als Ballett und Eis-Show kannte, war begeistert vom technischen Können der Tänzer: „Breakdance zu klassischer Musik – das ist bestimmt gar nicht einfach!“

Von Frederike Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg