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Stadt Wolfsburg Brandstiftung: Gericht verurteilt 58-Jährigen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Brandstiftung: Gericht verurteilt 58-Jährigen
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00:00 26.07.2018
Feuer am Nordring in Fallersleben im vergangenen November: Ein damaliger Bewohner musste sich wegen schwerer fahrlässiger Brandstiftung vor Gericht.verantworten. Quelle: Archiv
Wolfsburg/Fallersleben

Das Gericht ging davon aus, dass der Mann mit einer Zigarette im Bett eingeschlafen war und dadurch das Feuer in seiner damaligen Wohnung in dem Mehrfamilienhaus am Nordring im vergangenen November ausgelöst hatte. Dabei war ein Schaden von 80.000 Euro entstanden.

„Ich hatte etwas getrunken und ging ins Schlafzimmer. Mir war aber nicht bewusst, dass ich mich hingelegt habe“, sagte der 58-Jährige. „Als ich wach wurde, war die Wohnung verqualmt.“ Der Angeklagte berichtete weiter, wie er mit einem Eimer Wasser im Wohnzimmer gelöscht hätte. „Dann muss das Feuer durchgezündet haben und ich wusste, dass ich sofort raus muss.“

Die Richterin bezog sich auf das Gutachten eines Brandsachverständigen. Demnach sei das Feuer im Schlafzimmer zwischen dem Bett und der Raummitte entstanden. Ferner waren bei Untersuchungen in der Wohnung aufgestellte Gefäße mit Zigarettenkippen gefunden worden.

Das Schlafzimmer war komplett ausgebrannt

Auf Nachfrage der Richterin bestätigte der 58-Jährige, dass er Kippen in die Gefäße geschnipst hätte. Bei dem Brand waren das Schlafzimmer komplett ausgebrannt und weitere Räume beschädigt worden. Der Angeklagte erlitt eine Rauchgasvergiftung.

„Sie haben andere Menschen in erheblichem Maße gefährdet“, sagte die Vorsitzende und bezog die zu erwartenden finanziellen Folgen für den Angeklagten, der laut Verteidiger über keine Hausratversicherung verfügt, in ihre Entscheidung ein: „Das ist schon fast Strafe genug.“ Letztlich verurteilte sie den ansonsten unbescholtenen 58-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten. Die Staatsanwältin hatte sechs Monate auf Bewährung gefordert.

Von Jörn Graue

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