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Brand: Vater schildert verzweifelte Rettungsversuche

Feuer in Hehlingen Brand: Vater schildert verzweifelte Rettungsversuche

Es waren vermutlich die dramatischsten Momente seines Lebens. Der WAZ schilderte Holger Heidenreich am Montag die verzweifelten Rettungsversuche bei dem verheerenden Hausbrand in Hehlingen am Samstagfrüh – der 62-Jährige wohnt im selben Haus, in dem seine Tochter ums Leben gekommen ist.

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Innenhof des Hauses in Hehlingen: Hier spielten sich am Samstagmorgen dramatische Szenen ab.
 

Quelle: Roland Hermstein

Hehlingen.  Wie der Brand ausgebrochen ist, weiß Holger Heidenreich nicht. Er eilte sofort in Richtung des brennenden Dachgeschosses, um zu helfen: „Aber da schlug mir ein Feuerball entgegen. Ich hatte keine Chance, reinzukommen.“ Im Innenhof an der Rückseite des Gebäudes spielten sich wenig später dramatische Szenen ab, als Heidenreichs Tochter und deren Lebensgefährte versuchten, den gemeinsamen Sohn Luca (3) vor den Flammen zu retten. Ein Dachfenster schien der einzige Ausweg: „Der Lebensgefährte meiner Tochter versuchte, dort runter zu klettern, um dann den Kleinen in Empfang zu nehmen.“ Doch der 31-Jährige stürzte ab und wurde lebensgefährlich verletzt. Seiner Tochter, so berichtet Holger Heidenreich, sei es noch gelungen, den Sohn aus der Dachluke bis zur Regenrinne zu reichen. Zum Helden avancierte ein Zeuge von außerhalb, der zufällig vorbei kam. Geistesgegenwärtig habe der Mann eine kleine Leiter an einen halbhohen Anbau angelegt, über die er den Dreijährigen vom Dach holen konnte. Die Mutter schaffte es nicht mehr, sie kam in den Flammen um.

Fürs Erste ist das Haus im Katthagen unbewohnbar, Holger Heidenreich und seine Frau sind in das Nebengebäude auf dem gleichen Grundstück gezogen. Verwandte boten zwar an, man könne bei ihnen wohnen – „aber wir wollen erst einmal allein sein“. Die Sorge der Familie gilt nun in erster Linie dem schwer verletzten Luca. Der liegt auf einer Intensivstation in Hannover – „erst einmal muss er über den Berg sein, um alles andere kümmern wir uns später.“

Von Ulrich Franke

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