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Stadt Wolfsburg Bombenverdacht auf VW-Gelände:Experten prüfen Stelle
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bombenverdacht auf VW-Gelände:Experten prüfen Stelle
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08:30 27.09.2014
Bombenverdacht auf dem VW-Gelände: Bestätigt sich der Verdacht, wir in einem Radius von einem Kilometer evakuiert. 7600 Bürger müssen dann ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
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Bestätigt sich der Verdacht, müssen 7600 Bürger aus Teilen von Sandkamp und der Innenstadt ihre Wohnungen verlassen. „Bislang haben wir einen Verdacht, dem müssen wir nachgehen“, erklärt Thomas Bleicher, Dezernatsleiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Hameln-Hannover. Volkswagen hatte im Vorfeld der Sanierungsarbeiten am Hochhaus Luftbilder ausgewertet – und die zeigten auffällige Stellen. Eine gewerbliche Kampfmittelbeseitigungsfirma untersuchte weiter, Ergebnis: „Magnetische Anomalien wurden festgestellt“, so Bleicher. Ob es Blindgänger sind oder Metall-Schrott – das muss der Kampfmittelbeseitigungsdienst heute herausfinden.

Und so läuft es: Ein Bagger arbeitet sich zunächst an die Stelle vorsichtig heran und trägt das Erdreich ab. Einen Meter vor der Verdachtsstelle sind nicht mehr Maschinen im Einsatz, Experten arbeiten mit Schaufeln.

Handelt es sich bei den Objekten um Blindgänger müssen sie entschärft werden. Wie das passiert, komme auf die Zünder und deren Zustand an, so Bleicher. Wunsch der Experten sei, vor Ort die Bomben zu entschärfen und nicht abzutransportieren.

Das passiert am heutigen Samstag:

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen wird in den Morgenstunden die beiden Verdachtsstellen auf dem Gelände des VW-Werkes endgültig freilegen. Voraussichtlich gegen Mittag wird die Stadt Wolfsburg dann bekanntgeben, ob es sich tatsächlich um einen Bombenfund handelt oder nicht. Das Ergebnis wird auch auf der Internetseite der Stadt (www.wolfsburg.de/aktuelles), auf Facebook (www.facebook.com/stadtwolfsburg) und via Twitter (www.twitter.com/Stadt_Wolfsburg) veröffentlicht.

Sollte es einen Bombenfund geben, wird am Sonntag, 28. September, entschärft und wie folgt verfahren:

  • ab 8 Uhr ist die Info-Hotline 115 oder 05361/28 12 34 für die Bevölkerung besetzt.
  • ab 10 Uhr beginnt die Evakuierung in weiten Teilen der Innenstadt (Anlaufstelle: Theodor-Heuss-Gymnasium, Martin-Luther-Straße 23) und Ortsteil Sandkamp (Anlaufstelle: Sporthalle, Stellfelder Straße 33). Haltestellen im Evakuierungsgebiet werden von WVG-Bussen nicht angefahren.
  • ab 11.30 Uhr Sperrung des Mittellandkanals zwischen Anleger Wolfsburg und Schleuse Fallersleben/Sülfeld.
  • 13 Uhr Beginn der Entschärfung.
  • Ab 13 Uhr wird die Bahnstrecke Hannover-Berlin im Bereich der Stadt Wolfsburg für rund vier Stunden komplett gesperrt. Der Bahnhof Wolfsburg kann nicht angefahren werden, ICE- und IC-Züge halten stattdessen in Braunschweig. Zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird ein Busersatzverkehr eingerichtet. Die Züge des Nahverkehrs aus Hannover enden in Fallersleben, Busse pendeln. Nahverkehrszüge aus Stendal enden in Wolfsburg und fahren nicht weiter in Richtung Westen, auch hier gibt es Busse.

Sollte sich der Bombenverdachtsfall auf dem VW-Gelände bestätigten, müssten morgen rund 7200 Bewohner aus dem Bereich der Innenstadt sowie 430 aus Sandkamp evakuiert werden. Der Überblick:

Sandkamp: Bachstelzenring, Kippenweg, Stellfelder Straße, Am Lindenberg, An den Boldwiesen, Schmiedeweg, Knüppeldamm, Im Hagen.

Stadtmitte und Mitte-West (zum Teil nur Teilbereiche betroffen): Heinrich-Nordhoff-Straße, Kleingartenverein Westersiek, Wohltbergstraße, Königsberger Straße, Tilsiter Straße, Memeler Straße, Rigaer Straße, Martin-Luther-Straße, Wohltbergstraße, Danziger Straße, Breslauer Straße, Beethovenring, Händelstraße, Saarstraße, Hohensteinstraße, Haydnring, Laagbergstraße, Schubertring, Tucholskystraße, Lessingstraße, Goethestraße, Wielandstraße, Kleingartenverein Wellekamp.

Folgende Straßen am Rande des Evakuierungsgebiets werden nicht betroffen und befahrbar sein: Heinrich-Nordhoff-Straße aus Richtung Osten bis Einmündung Schachtweg, Schachtweg, Schillerstraße, Heinrich-Heine-Straße, Laagbergstraße, Grauhorststraße, Heinrich-Nordhoff-Straße aus Fallersleben bis Grauhorststraße.

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