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Bluttat vom Berliner Ring: Täter muss acht Jahre in Haft

Wolfsburg im Gericht Bluttat vom Berliner Ring: Täter muss acht Jahre in Haft

Im Prozess um die Bluttat vom Berliner Ring hat das Landgericht den angeklagten Italiener (35) zu acht Jahren Haft verurteilt - wegen versuchtem Totschlag und Vergewaltigung. Angeklagt war das Verbrechen als versuchter Mord, das sah die Schwurgerichtskammer anders.

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Urteil: Nach der Bluttat vom Berliner Ring muss der Angeklagte (Mitte) acht Jahre ins Gefängnis.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 2. April seine Lebensgefährtin (40) in der gemeinsamen Wohnung über sechs Stunden lang mit einem Messer und Fäusten schwer misshandelt und vergewaltigt hatte.

Zu Beginn allerdings, so der Vorsitzende Richter Dr. Ralf-Michael Polomski in der Urteilsbegründung, habe der Angeklagte noch nicht vorgehabt, sein Opfer zu töten: „Sie waren selbst überrascht, welche Entwicklung die Situation nahm.“ Nach der Vergewaltigung aber habe er sich entschlossen, seine Freundin „erheblich zu verletzen und den Tod in Kauf zu nehmen“. Aufgrund des hohen Blutverlustes sei die 40-Jährige in akuter Lebensgefahr gewesen, als sie endlich vom Balkon um Hilfe rufen konnte.

Typische Mordmerkmale erkannte die Kammer dagegen nicht. Eher hätten Ausweglosigkeit und Enttäuschung nach einer schwierigen Beziehung zu der Bluttat geführt, in deren Verlauf der Angeklagte zwischenzeitlich auch selbst sterben wollte - der Mann hatte sich selbst schwere Verletzungen beigebracht.

Sowohl der Angeklagte als auch sein Opfer weinten immer wieder während der Urteilsverkündung. Verteidigerin Antje Heister kündigte an, man werde voraussichtlich in Revision gehen.

fra

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