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Bluttat im Asylheim: Verdächtige wieder frei

Wolfsburg-Fallersleben Bluttat im Asylheim: Verdächtige wieder frei

Der Kameruner (33), der in der Nacht zu Freitag im Asylheim in Fallersleben umgebracht worden war, starb durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper. Ermittler stellten die Tatwaffe sicher. Zwei Verdächtige (37/40 Jahre) sind wieder auf freiem Fuß - die Staatsanwaltschaft sieht „keinen dringenden Tatverdacht“.

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Tötungsdelikt im Asylbewerberheim Fallersleben: Ein Mann aus Kamerun (33) wurde erstochen.

Quelle: Boris Baschin

Die beiden Männer, ebenfalls Bewohner der Asylbewerberunterkunft in der Hafenstraße, gelten zwar nach wie vor als Beschuldigte. Allerdings hat bisher keiner von beiden das Tötungsdelikt eingeräumt, auch ansonsten ist die Beweislage offenbar (noch) zu dünn. Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft: „Wir sehen bisher keinen dringenden Tatverdacht“ - Antrag auf Haftbefehl wurde gar nicht erst gestellt.

Das Opfer, so ergab die Obduktion, starb durch Messerstiche in den Oberkörper. Die Tatwaffe stellten die Ermittler sicher - um was für eine Art von Messer es sich handelt, dazu sagte die Staatsanwaltschaft gestern nichts. Gab es zwischen den Männern zuvor Streit, waren womöglich Geld oder Drogen Auslöser der Bluttat? Birgit Seel: „Bislang gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Drogen ein Motiv für die Tat gewesen sein könnten.“ Der Tatort allerdings könnte dafür sprechen - das Asylbewerberheim ist der Polizei schon seit Jahren als Umschlagplatz für illegale Betäubungsmittel jeder Art bekannt.

Nach lauten Hilfeschreien hatte der Sicherheitsdienst des Heims den Mann aus Kamerun am Freitag gegen 2.15 Uhr schwer verletzt auf dem Flur gefunden; Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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Soko ermittelt: Wem gehört das Messer?

Die Polizei hat zur Aufklärung des Tötungsdelikts in der Hafenstraße eine 20-köpfige Mordkommission eingesetzt. Seit Freitag sind die Beamten dabei, die Bewohner des Heims zu vernehmen.

Die Ermittlungen gestalten sich allerdings schwierig. In dem Heim wohnen knapp 150 Menschen aus zahlreichen Ländern. „Wir müssen die Hilfe unterschiedlicher Dolmetscher in Anspruch nehmen“, sagt Polizeisprecher Thomas Figge.

Was die Ermittler bisher sicher wissen: Das Opfer wohnte ohne Familie allein in der Unterkunft. Die beiden noch am Freitag vorläufig festgenommen Männer aus Zimbabwe und Ghana wurden wieder auf freien Fuß gesetzt – ein Geständnis gibt es nicht, zwingende Beweise vorerst offenbar auch nicht. Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft: „Beide gelten weiter als Beschuldigte. Allerdings muss in alle Richtungen weiter ermittelt werden.“

Es werde vermutlich mehrere Tage dauern, bis die Behörden möglicherweise neue wichtige Erkenntnisse gewinnen. Die sicher gestellte Tatwaffe, ein Messer, konnte bisher keinem Besitzer zugeordnet werden.

fra

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