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Bluttat im Asylheim: DNA-Spuren belasten Angeklagten

Wolfsburg Bluttat im Asylheim: DNA-Spuren belasten Angeklagten

Braunschweig/Wolfsburg. Immer mehr Indizien und weitere Zeugenaussagen sprechen dafür, dass der angeklagte Mann aus Liberia (24) der Täter im Fall der tödlichen Messerattacke auf einen 33-jährigen Asylbewerber in der Hafenstraße war.

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Landgericht Braunschweig: Unter Einfluss von Alkohol soll der Angeklagte einem Zeugen die Tötung des 33-jährigen Opfers angekündigt haben.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

DNA-Spuren belasten ihn schwer. Ein Gutachter erläuterte am Dienstag, dass Blut des Opfers an einem Faden aus der Naht der Turnschuhe gefunden wurde, die dem 24-Jährigen gehören. Sie passen außerdem zu einem Sohlenabdruck am Tatort. Und die Chance, dass die DNA-Spuren an der Tatwaffe nicht vom Angeklagten stammen, liege rechnerisch bei 1 zu 5,2 Milliarden.

Mit Kopfschütteln reagierte der 24-jährige vor dem Landgericht in Braunschweig auf diese Ausführungen. Mit verschränkten Armen verfolgte er dann die Aussage eines weiteren Zeugen (26), dem gegenüber er davon gesprochen haben soll, das Opfer aus Eifersucht zu töten. Sogar ein Messer habe er ihm gezeigt, als sie gemeinsam auf den hohen Bänken am Nordkopf Bier getrunken und Hasch geraucht hätten, übersetzte der Dolmetscher den Arabisch sprechenden Zeugen. Und: Schon im vergangenen Jahr habe der Liberianer gesagt, er müsse etwas gegen den Mann unternehmen, der ihm die Frau stehlen wolle.

Der Angeklagte äußerte die Vermutung, der Zeuge, den er nur zweimal bei einem Deutschkursus getroffen habe, sei bestochen worden: „‚Der spricht auch kein Englisch, ich verstehe ihn gar nicht.“

Ein Geständnis ist also weiterhin nicht zu erwarten. Die Anklage lautet auf Totschlag, die Plädoyers folgen nächste Woche.

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