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Bluttat: Sohn hielt Mutter für Teufel

Wolfsburg Bluttat: Sohn hielt Mutter für Teufel

Wolfsburg. Die Hintergründe der Bluttat im Wolfsburger Klinikum werden klarer. Ein 40-jähriger Wolfsburger, der im Februar einen 85 Jahre alten Rentner erstochen haben soll, wollte bei der Messer-Attacke eigentlich seine eigene Mutter töten - offenbar weil er sie für einen Teufel hielt.

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Bluttat im Klinikum: Der tödliche Angriff auf einen Rentner galt der Mutter des Angeklagten, der sie für einen Teufel hielt.

Quelle: Roland Hermstein

Die Staatsanwaltschaft hält den Mann für schuldunfähig und will ihn in die Psychiatrie einweisen lassen.

Der 40-Jährige muss sich ab Dienstag, 5. Juli, vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Drei Verhandlungstermine sind angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sohn vor, „im Zustand aufgehobener Schuldfähigkeit einen Menschen heimtückisch getötet zu haben“. Die Schuldfähigkeit sei aufgehoben, weil der 40-Jährige an einer Psychose leide und annehme, seine Mutter sei ein Teufel und wolle ihn ebenfalls in diese Rolle drängen.

Bereits vor dem tödlichen Angriff auf den 85-Jährigen war es am 15. Februar zu einer Auseinandersetzung zwischen Sohn und Mutter gekommen. Die Mutter wurde daraufhin stationär im Klinikum behandelt. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch durch einen Messerstich beschloss der 40-Jährige laut Anklage, seine Mutter im Klinikum zu töten. Dort kam es offenbar zu einer tragischen Verwechslung, weil die Mutter inzwischen in ein anderes Behandlungszimmer verlegt worden war. Der Wolfsburger traf stattdessen den 85-Jährigen an und stach auf ihn ein. Trotz einer Notoperation starb das Opfer an einer Verletzung in der Herzgegend.

Der Angeklagte hatte offenbar wahrgenommen, dass er einen ihm unbekannten Mann attackierte. Allerdings soll er aufgrund seiner Psychose davon ausgegangen sein, dass seine Mutter die Gestalt des 85-Jährigen angenommen habe, um ihn zu täuschen. Die Staatsanwaltschaft will den Wolfsburger in einem psychiatrischen Krankenhaus unterbringen. Dort ist er bereits seit seiner Festnahme.

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