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Blutiges Beziehungsdrama: Mann sticht auf Frau ein

Wolfsburg Blutiges Beziehungsdrama: Mann sticht auf Frau ein

Wolfsburg. Blutiges Beziehungsdrama in der Innenstadt. In der Schillerstraße stach Donnerstagabend ein 51 Jahre alter Wolfsburger mit einem Messer auf seine Lebensgefährtin (52) ein. Das Opfer flüchtete mit lebensgefährlichen Verletzungen aus der gemeinsamen Wohnung und wurde zunächst von Passanten versorgt.

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Beziehungsdrama in der Schillerstraße: Ein Mann stach mit einem Messer auf eine Frau ein. Polizisten stellten die Tatwaffe sicher, der Täter wurde von den Beamten abgeführt.

Quelle: Kevin Nobs

Die Polizei nahm den Mann kurze Zeit später fest. Die 52-Jährige wurde am Abend notoperiert.

Laut Polizei kam es in der Wohnung kurz nach 18 Uhr zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Ohrenzeugen hörten die Schreie der Frau durch ein Fenster. „Der schwerverletzten 52-Jährigen gelang es, den Angriff des 51-Jährigen abzuwehren, aus der Wohnung zu fliehen“, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

„Sie war voller Blut“, sagt Narmin Salosano (40). Sie arbeitet in der nahegelegenen Reinigung, ihr Mann und ihre Tochter leisteten bei der Frau Erste Hilfe (siehe Text unten). Eine weitere Passantin alarmierte die Polizei.

Ein Notarzt war schnell zur Stelle und kümmerte sich um die Frau. Derweil machte sich die Polizei auf die Suche nach dem Täter. Der 51-Jährige wurde zwar noch in der Wohnung vermutet, aber es bestand zumindest die Möglichkeit, dass er sich versteckte. Deshalb ließen die Einsatzkräfte Vorsicht walten und setzten einen Polizeihund ein. Nach einer guten halben Stunde führten die Beamten den Mann mit nackter Brust und der Kapuze eines Sweatshirts tief im Gesicht nach draußen. Er sei, so Polizeisprecher Claus, „bereits wegen erheblicher Gewaltdelikte polizeibekannt“. Zur Tat gestern machte der Wolfsburger zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen dauern an.

Die mutmaßliche Tatwaffe hatte die Polizei schon bei ihrem Eintreffen gefunden: Ein Messer mit einer rund 20 Zentimeter langen Klinge lag im Hausflur, es war voller Blut.

kn/jes

Zivilcourage nach dem Drama

ein Kommentar von Kevin Nobs

Den Gedanken haben jetzt wohl viele Menschen: Oh nein, schon wieder? Nur drei Tage nach einem tödlichen Beziehungsdrama in Westhagen ereignete sich gestern die nächste Tat zwischen Lebensgefährten.

Wieder ging der Mann auf die Frau los, verletzte sie schwer. Wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von einem Lichtblick sprechen darf, dann ist es die Familie, die auf offener Straße die Wunden der Frau versorgte.

Wohlgemerkt: Vater, Mutter und Tochter wussten nicht einmal, wo sich der Messerstecher zu diesem Zeitpunkt aufhielt. Auf so viel Zivilcourage kann die Familie stolz sein.

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Wolfsburg
Kümmerten sich um die durch Messerstiche verletzte Frau: Azad Salemkhalaf, Dalya Azad und Narmin Salosano (v.l.).

Wolfsburg. Es waren dramatische Szenen, die sich am Donnerstagabend in der Schillerpassage abgespielt haben müssen. Eine blutüberströmte Frau lief auf die Straße, schrie nach Hilfe. Eine Familie zeigte Zivilcourage und half der Schwerverletzten, versorgte sie an Ort der Stelle.

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