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Blöder Spruch führte zur Schlägerei

Amtsgericht Wolfsburg Blöder Spruch führte zur Schlägerei

Manchmal kann ein falsches Wort zur falschen Zeit für jede Menge Ärger sorgen. Weil ein betrunkener 26-Jähriger mitten in der Nacht vor dem Bowlingcenter im Allerpark einen blöden Spruch machte, kam es erst zu Beschimpfungen, dann zu Raufereien, zum Schluss zu einer handfesten Prügelei.

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Amtsgericht: Prozess um Schlägerei.

Quelle: Manfred Hensel

Wolfsburg. Zwei junge Männer (25/26) jetzt auf der Anklagebank im Wolfsburger Amtsgericht. Sie zettelten im Suff eine Schlägerei ein. Im Ergebnis gab es mehrere Verletzte – und beide Angeklagte wurden wegen Körperverletzung verurteilt.

„Na, schon wieder im Solarium gewesen?“

Eigentlich wollte der 26-Jährige im Januar vor dem Bowlingcenter nur eine rauchen. In einer neben ihm stehenden Gruppe bemerkte er eine flüchtige Bekannte und wollte einen flapsigen Spruch machen: „Na, schon wieder im Solarium gewesen?“ Bei den männlichen Begleitern dieser jungen Frau kam das überhaupt nicht gut an. Ein Wort gab das andere, „es gab eine Rangelei, dann eine Schubserei“, räumte der Angeklagte ein. Und ja, Faustschläge habe es wohl auch gegeben, „aber keine schlimmen“. Und ja, dummerweise könne es sein, dass er damit angefangen habe. Eine genaue Erinnerung habe er nicht mehr, so der 26-Jährige: „Ich war betrunken.“

Wurf mit einer Fanta-Flasche

Blöd, dass auch noch sein Kumpel (25) zum Rauchen vor die Tür kam, die Situation auf die Schnelle analysierte – und munter mitmischte. Noch blöder seine Idee, eine am Boden stehende Fanta-Flasche einem jungen Mann aus der gegnerische Gruppe an den Kopf zu schmeißen; Folge war eine blutende Platzwunde beim Kontrahenten, der 26-Jährige selbst fand sich im Schwitzkasten mehrere anderer Männer wieder. Dass er mitgemischt habe, sei „Sch...“ gewesen, räumte der 25-Jährige vor Gericht ein: „Wir hätten einfach weg gehen sollen.“ Das Ende vom Lied: der 25-Jährige wurde wegen einfacher Körperverletzung zu 1000 Euro Geldstrafe (40 Tagessätze zu je 25 Euro) verurteilt, sein Kumpel (26) sogar zu sechs Monaten Knast auf Bewährung; der Wurf mit der Flasche wurde als gefährliche Körperverletzung gewertet. Beide nahmen das Urteil sofort an.

Von Ulrich Franke

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