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Blitzeinschläge: Wolfsburg auf Platz zwei

Statistik Blitzeinschläge: Wolfsburg auf Platz zwei

Traurige Spitzenposition: bei den Blitzeinschlägen lag Wolfsburg letztes Jahr auf Platz zwei in ganz Niedersachsen. 333 Lichtsäulen erreichten die Erde. Die Folgen können dramatisch sein.

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Blitzeinschlag mit verheerenden Folgen: Im Mai brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses in Heiligendorf aus.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Alles Gute kommt von oben? Von wegen: Wolfsburger hat die zweithöchste Dichte an Blitzenschlägen in ganz Niedersachsen. 333 Lichtblitze erreichten in der VW-Stadt letztes Jahr die Erde, teils mit dramatischen Folgen: Ende Mai brannte in Heiligendorf nach einem Blitzeinschlag der Dachstuhl eines Hauses fast komplett ab.

Gewitter

Gewitter: In Wolfsburg kommt besonders häufig zu Blitzeinschlägen – teils mit verheerenden Folgen.

Quelle: Archiv

Der Blitz- Informationsdienst von Siemens (BLIDS) ermittelt jährlich die Statistik, und die besagt: Hinter Osnabrück mit 2,48 Blitzeinschlägen pro Quadratmeter lag Wolfsburg mit einer Blitzdichte von 1,63 letztes Jahr auf dem zweiten Platz. Konkret gab es hier 333 Blitzeinschläge. In der Langzeitstatistik bringt es Wolfsburg seit 1999 auf 4938 Einschläge, eine durchschnittliche Dichte von 1,34. Bundesweit rangiert Wolfsburg damit regelmäßig unter den Top 100 der über 400 deutschen Landkreise und Städte. Erstaunlich, denn laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kommen südlich des Rheins deutlich mehr Blitze runter als bei uns im Norden.

Blitz-Einschläge hatten auch in Wolfsburg bereits dramatische Folge. Ende Mai brannte in Heiligendorf der Dachstuhl eines Wohnhauses, Schaden laut Polizei mindestens 80.000 Euro. Wenige Tage zuvor war ein Blitz ins VW-Bad eingeschlagen und hatte die Technik lahm gelegt – Folge war eine Sperrung des Bads. Und vor drei Jahren schlug am Laagberg einen Blitz in ein Haus ein und zerstörte einen Schornstein.

Wie man sich schützen kann, weiß Geschäftsführer Rolf Berheide von Elektro Germey. Rund 2500 Euro koste ein Blitzschutz auf dem Dach eines Einfamilienhauses. „Noch viel wichtiger ist aber der Überspannungsschutz“, sagt er – Kosten rund 1000 Euro. Ohne den könne es auch zu verheerenden Schäden kommen, wenn der Blitz beim Nachbarn einschlage: „Dann schießen über 100.000 Amper durch die Hausanschlussleitung“ – das Aus für alle elektrischen Geräte. Menschen kämen zwar glücklicherweise bei solchen Einschlägen selten zu Schaden, ausschließen lasse sich das aber auch nicht: „Hundertprozentigen Schutz gibt es auch hier nicht. Der Blitz macht, was er will.“

Von Ulrich Franke

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