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Stadt Wolfsburg Bier gegen die Polizei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bier gegen die Polizei
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00:30 08.11.2014
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Vor einem Jahr besuchte der Angeklagte zusammen mit Freunden und seinem Bruder das Spiel des VfL gegen Eintracht Braunschweig. Laut eigener Aussage sei der 26-Jährige nach der Partie vor dem Stadion von „schwarz gekleideten Personen“ geschubst worden. Daraufhin sei er gestürzt und habe dabei seinen vollen Bierbecher fallen lassen. Anders sah es der 28-jährige Polizist, der als Hauptbelastungszeuge vor Gericht erschien: Der Angeklagte sei nicht geschubst worden. Er habe den Becher gezielt nach den Polizeibeamten in unmittelbarer Nähe geworfen.

Die Freunde und der Bruder des Angeklagten wollten dessen Geschichte bestätigen, wurden jedoch durch Details in ihren Aussagen auffällig. Auf Drängen des Staatsanwalts gab einer der Zeugen zu, dass die Aussagen abgesprochen waren. „Es ist völliger Unsinn, was Sie hier erzählt haben“, so der Staatsanwalt zum Zeugen. Das Resultat: Der Angeklagte muss wegen versuchter Körperverletzung 30 Tagessätze zu 60 Euro (insgesamt 1800 Euro) zahlen. Außerdem bekommt er ein Stadionverbot. Noch schlimmer könnte es seine Freunde und den Bruder treffen: Ihnen drohen wegen der Falschaussagen Freiheitsstrafen.

dn

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