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Bibliotheken: Schließung ist nirgends gewollt

Neues Konzept für Stadtteile Bibliotheken: Schließung ist nirgends gewollt

Ein neues Konzept für Wolfsburgs Bibliotheken ist in Vorbereitung – das sorgt für Unruhe. Detmeroder sammelten Unterschriften gegen eine Schließung, die Vorsfelder wollen eine Sanierung. In der Nordstadt setzt man auf Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus.

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Wieder geöffnet: Der Personalengpass in der Detmeroder Bibliothek ist vorerst überwunden.

Quelle: Foto: Andrea Müller-Kudelka

Wolfsburg. Seit Donnerstag ist die Stadtteilbibliothek in Detmerode wieder geöffnet – die Schließung hing mit einem personellen Engpass zusammen. Trotzdem sind die Detmeroder alarmiert und haben Unterschriften gesammelt. Auch in Vorsfelde und in der Nordstadt sprechen sich Politiker vorsorglich gegen Schließungen aus. Bis 2018 wird ein Konzept zur Zukunft der Bibliotheken erarbeitet.

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Quelle: Manfred Hensel

Ängste möchte die Stadt ausräumen. „Die Angebote der Bibliothek sind ein unverzichtbarer Teil der Bildungslandschaft. Vor diesem Hintergrund wird der Vorschlag der Verwaltung keine Schließung beinhalten“, sagt Sprecher Florian Reupke. Statt dessen soll das Angebot in den Bibliotheken offenbar sogar erweitert werden – aber nicht mit mehr Medien, sondern durch Aktionen. „Die Verwaltung wird vorschlagen, ein Konzept zu entwickeln, das Stadtteilbibliotheken als Orte der Begegnung und kultureller Veranstaltungen erhält. Dabei sind Synergien mit anderen Einrichtungen im Stadtteil zu prüfen“, so Reupke. Kurzfristig gehe es im Bildungshausausschuss um die personelle Abdeckung, mittelfristig um automatische Verbuchung (Digitalisierung).

Kulturelle Veranstaltungen gibt es mit regelmäßigen Lesungen, die das Ehepaar Fischer organisiert, in Detmerode schon länger. Ortsbürgermeister Ralf Mühlisch möchte gern auch den Raum im Einkaufszentrum beibehalten: „Er ist zentral und sonst gäbe es nur einen weiteren Leerstand.“ In der Nordstadt sei die Bücherei „eine stark frequentierte Anlaufstelle für Jung und Alt“, sagt Ortsbürgermeisterin Immacolata Glosemeyer. Sie kann sich eine noch stärkere Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus als Begegnungszentrum gut vorstellen. In Vorsfelde hofft Ortsbürgermeister Günter Lach, dass die „gut besuchte Stadtteilbibliothek“ im Rahmen einer Sanierung des Rathauses auch optisch Aufschwung erhält. „Wir beantragen die Renovierung seit sechs Jahren.“

Von Andrea Müller-Kudelka

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