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Stadt Wolfsburg Biberburg und Pflanzen im Drömling zerstört
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Biberburg und Pflanzen im Drömling zerstört
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00:18 30.10.2018
Verschüttet: Gerhard Chrost machte ein Foto vom Biberbau im Drömling, auf dem Äste und Sand landeten. Quelle: privat
Vorsfelde

Empört sind die Naturschützer des BUND Wolfsburg über die Zerstörung der Natur im Drömling. Nach einer Anzeige wegen des in ihren Augen unverhältnismäßigen Ausbaus von Wegen bei Vorsfelde (WAZ berichtete) gingen die Arbeiten im Auftrag der Feldmarksinteressentschaft offensichtlich trotzdem weiter. Unter anderem sei ein Biberbau zerstört, berichtet BUND-Vorsitzender Gerhard Chrost.

Vorwurf geht an die Stadtverwaltung

Das sei jetzt schon Wolfsburgs zweiter Umweltskandal in kurzer Zeit – nach der Zerstörung eines Adlerhorstes zwischen Hattorf und Heiligendorf.

Vorsfelde, BUND beschwert sich über unzulässige Wegverbreiterung. Quelle: Roland Hermstein

Der Stadt Wolfsburg wirft Chrost Untätigkeit vor. „Ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll – sorglos oder gleichgültig? Im Prinzip hat die Stadt sogar mitgewirkt, zumindest durch Passivität“, sagt er und verweist darauf, dass das Liegenschaftsamt als Grundstückseigentümer großer Flächen ebenfalls Mitglied der Feldmarksinteressentschaft ist.

Baustopp und Gerichtsverfahren

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide weist diese Vorwürfe zurück. Die Untere Naturschutzbehörde sei schon im September tätig geworden und habe den weiteren Ausbau der Wege unterbunden – durch einen Baustopp. Zudem laufe ein Gerichtsverfahren, denn: „Wir hätten das so nicht genehmigt.“ Weder das Liegenschafts- noch das Umweltamt sei über die „Baumaßnahme in dieser Form“ in Kenntnis gesetzt worden. Zurzeit laufe ein Verfahren.

Interessentschaft verteidigt Maßnahmen

Das bestätigte Walter Schrader, Vorsitzender der Feldmarksinteressentschaft, der WAZ. Das Niedersächsische Landvolk kümmere sich um diese Angelegenheit, sagt er. Von einem Baustopp weiß Schrader aber nichts. Letzte Restarbeiten liefen seiner Aussage nach noch am Montag, ansonsten sei die Maßnahme jetzt beendet. Schrader bestreitet, dass es sich um einen genehmigungspflichtigen Ausbau handelte. Die Wege seien nur in genau der Breite wieder hergestellt worden, in der sie Jahrzehnte zuvor angelegt wurden. „Sie waren nur zugewachsen.“ Ein Gericht wird letztlich darüber entscheiden müssen. Deshalb sucht der BUND jetzt nach Fotos, die den früheren Zustand zeigen.

Wer Sand und Äste auf dem Biberbau abgeladen hat, ist ungeklärt. Schader sieht das aber auch nicht als Skandal: Wegen der Trockenheit sei dieser Bau seit Monaten verlassen gewesen, sagt er.

Von Andrea Müller-Kudelka

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