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Stadt Wolfsburg Bewährung für betrunkenen Zellentür-Treter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bewährung für betrunkenen Zellentür-Treter
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09:54 01.07.2014
Einsatz bei der Polizei: Die Feuerwehr rückte im November an, um eine Zelle zu öffnen. Quelle: Gero Gerewitz / Gerrit Pfennig
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Die Feuerwehr musste den Mann aus der Arrestzelle befreien.

Am 5. November war die Polizei wegen einer Schlägerei zum Hansaplatz gerufen worden, noch vor Ort sollte der 34-Jährige kontrolliert werden. Dabei rastete der Mann aus. Er schlug mit seinem Ellenbogen nach dem Kopf eines Oberkommissars (47), beschimpfte den Beamten wüst („Wenn ich dich allein treffe, mache ich dich kalt“). Auch auf der Wache gebärdete sich der Mann wie ein Wahnsinniger: Erst knallte er seinen Kopf gegen die Glastüren, dann trat er die Tür der Arrestzelle kaputt. Das Schloss ließ sich nicht mehr bedienen, die Feuerwehr musste die ganze Tür ausbauen.

Im Zeugenstand gab der Angeklagte an, er habe einen kompletten Filmriss: „Ich weiß erst wieder, wie ich in der Zelle aufgewacht bin.“ Zuvor habe er im Laufe des Tages zehn halbe Liter Bier getrunken und Drogen geschluckt. Der Oberkommissar attestierte dem Mann eine „ausgeprägte Schmerzunempfindlichkeit“ - zum Schluss konnten erst mehrere Beamte gemeinsam den Angeklagten bändigen.

Trotz zahlreicher Vorstrafen - auch der Biss in die Hand eines Polizisten gehörte dazu - kam der 34-Jährige mit Bewährung davon: Er ist drauf und dran, endlich eine Alkoholtherapie zu machen.

fra

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