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Bettel-Ärger: Falsche Syrer schwimmen auf Mitleidswelle

Wolfsburg Bettel-Ärger: Falsche Syrer schwimmen auf Mitleidswelle

Wolfsburg. Versuchen organisierte Bettler-Banden, aus dem Leid syrischer Kriegsflüchtlinge Kapital zu schlagen? Sowohl Stadt als auch Polizei haben Hinweise, dass Betrüger offenbar mit dieser Masche Spenden einwerben wollen - auf teils aggressive Art und Weise.

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Aggressives Betteln als Ärgernis: Geben sich in Wolfsburg organisierte Banden als Kriegsflüchtlinge aus?

Quelle: Felix Schledding

Eine Wolfsburger (69) wandte sich mit ihren eigenen Erlebnissen an die WAZ: „Ich wurde von diesen Leuten gleich dreimal aggressiv angegangen“, sagt die Rentnerin, die anonym bleiben möchte. Die Masche sei immer gleich: Männer zeigten selbst gemachte „syrische“ Ausweise sowie das Bild eines zerbombten Hauses vor, verlangten dann Spenden - mindestens zehn Euro. Sowohl zu Hause in Reislingen Süd-West, in einem Parkhaus sowie in einer Therapie-Praxis habe sie dies selbst erlebt. Geld habe sie nicht gegeben: „Darauf wurde ich angefasst, die wollten an meine Jacke, mir den Ring abziehen.“ Offenbar handle es sich um ausländische organisierte Banden, was der 69-Jährigen mächtig stinkt: „Damit werden die echten Kriegsflüchtlinge in ein schiefes Licht gebracht. Diese Leute gehen nicht betteln.“

Der Stadt lägen entsprechende Hinweise auch aus Fallersleben vor, sagt Sprecher Ralf Schmidt. Dagegen vorzugehen sei schwierig: „Wenn der Ordnungsdienst da wäre, wären die schon wieder weg.“ Spenden sollte man nicht - wer Geld gebe, mache aus dieser Masche ein lukratives Geschäft.

Auch bei der Polizei seien entsprechende Hinweise eingegangen, bestätigt Sprecher Sven-Marco Claus: „Man sollte in solchen Fällen auch die Polizei rufen. Wir können überprüfen, ob mögliche Straftaten vorliegen.“ Sein allgemeiner Tip: „Man sollte in solchen Fällen immer sehr vorsichtig sein. Gerade an der eigenen Haustür.“ Oft ist der Weg vom Betteln zum Trickdiebstahl nicht weit.

fra

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