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Stadt Wolfsburg Betrug vor Gericht: Zahnarzt wartet auf 5500 Euro
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Betrug vor Gericht: Zahnarzt wartet auf 5500 Euro
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00:24 12.06.2014
Betrug oder nicht: Ein Wolfsburger ließ sich am Kiefer behandeln, zahlte aber die Rechnung bis heute nicht. Quelle: Photowerk (bb/Archiv)
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Was war geschehen? 2009 hatte der Angeklagte eine aufwändige kieferorthopädische Behandlung inklusive Implantaten vornehmen lassen, die Rechnung über 5500 Euro ist bis heute offen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann Betrug vor. Schon zum Behandlungszeitpunkt hätte ihm klar sein müssen, dass er nie würde bezahlen können - die private Krankenversicherung habe ihm die Zusatzleistungen wegen Beitragsrückständen gekündigt.

Weit gefehlt, argumentierten der Angeklagte und sein Verteidiger. Die (mit normaler Post verschickte) Kündigung sei nie eingetroffen. Zudem legte er die schriftliche Zusage zur Kostenübernahme durch die Versicherung vor.

Diese sollte aber nur gelten, wenn die zuvor fehlenden Beiträge ausgeglichen worden wären, erklärte ein Mitarbeiter der Versicherung im Zeugenstand. Und fügte kleinlaut hinzu: „Den Satz hätte man da wohl reinschreiben können.“

Eher reinschreiben müssen, befand die Vorsitzende Richterin. Auch die Kündigung hätte per Einschreiben erfolgen sollen, meinte sie: „Hier wurde ganz schön geschlampt.“

Das Ende vom Lied: Verfahren eingestellt. Ob der Zahnarzt sein Geld je sehen wird, blieb offen.

fra

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