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Stadt Wolfsburg Betrug mit Bezahl-Coupons: Polizei warnt vor Masche
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Betrug mit Bezahl-Coupons: Polizei warnt vor Masche
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23:00 01.10.2012
Umstrittenes System: Jörg Sonnenberg verkauft nur ungern die Bezahl-Coupons. Quelle: Foto: Manfred Hensel

Im Grunde klingt es nicht schlecht: Wer im Internet einkaufen will, geht in ein Geschäft, das Ukash-Coupons vertreibt. Dort kann der Kunde Bargeld in Coupons eintauschen, mit deren Zahlencode er wiederum anonym im Internet einkaufen kann. Keine Kreditkarte, kein Sicherheitsrisiko - so scheint es zumindest.

Die anonyme Zahlungsmethode ruft aber auch Trickbetrüger auf den Plan. Sie rufen ihre Opfer an und fordern sie auf, sich Coupons zu kaufen und deren Codenummern per Telefon durchzugeben. Der Grund sind oft angebliche Schulden - etwa aus Gewinnspielen.

„Man sollte sehr vorsichtig sein, wenn man angerufen wird und es wird gesagt, man habe etwas gewonnen, solle aber dafür bezahlen“, warnt Polizeisprecher Klaus-Dieter Stolzenburg. Wenn die Codenummer durchgegeben ist, sei es fast unmöglich, das Geld zurückzubekommen. „Die Anrufer sitzen oft nicht einmal in Deutschland.“

Jörg Sonnenberg ist bei Zahlsystemen wie Ukash ebenfalls kritisch - obwohl er die Coupons in seiner Shell-Tankstelle an der Hubertusstraße selbst vertreibt. Der Tankstellen-Pächter bewahrte eine 81-Jährige davor, einer Betrügerin 1500 Euro zuzuschustern, nachdem sie schon Nummern im Wert von 400 Euro durchgegeben hatte (WAZ berichtete). „Ich verkaufe Ukash sehr ungern“, so Sonnenberg.

rpf