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Betrug in sechs Fällen: Haftstrafe für 34-Jährigen

Prozess am Amtsgericht Wolfsburg Betrug in sechs Fällen: Haftstrafe für 34-Jährigen

Wegen Betrugs in sechs Fällen verurteilte das Amtsgericht einen Wolfsburger (34) zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

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Verhandlung am Amtsgericht: Ein bereits inhaftierter Wolfsburger bekam wegen Betrugs eine weitere Haftstrafe aufgebrummt.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg.  Irgendwann hatte er angefangen, sich mit Betrügereien durchs Leben mogeln zu wollen. Das ging natürlich nicht lange gut, zurzeit verbüßt der Wolfsburger (34) eine gut zweijährige Haftstrafe. Jetzt durfte er den Knast kurz verlassen, im Amtsgericht wartete das nächste Verfahren. Hier kamen gleich sechs Anklagen zur Verhandlung – in allen sechs Fällen ging es um Betrug.

Diese Taten hatten sich allesamt noch vor der Inhaftierung des 34-Jährigen ereignet. Los ging es im November 2016, als er eine Wohnung in der Tiergartenbreite anmietete. Dort wohnte er monatelang, Geld sah der Vermieter nie. Das mit der Wohnungs-Betrügerei funktioniert doch bestimmt auch umgekehrt, dachte sich der Angeklagte im März 2017. Da gab er sich als Besitzer der netten vier Wände aus, die er einem nichts ahnenden Interessenten „vermietete“ – 1000 Euro Kaution und 500 Euro Abstand fürs Inventar ließ er sich gleich bar auf die Hand zahlen. Dann stieg der Betrüger ins Reparaturgeschäft ein, wollte angeblich Kaffeevollautomaten und teure I-Phones reparieren oder entsperren; von der Anzahlung sahen die Kunden ebensowenig wieder wie von ihren elektronischen Geräten. Und einer jungen Frau versaute der Betrüger den schönsten Tag des Lebens, an dem er sie mit einem Ford Mustang Cabrio zur Trauung zu fahren versprach. Den Oldtimer hatte der Mann natürlich nicht, die Anzahlung nahm er trotzdem gerne mit.

Vor Gericht ließ der 34-Jährige die Hosen runter, gab alles zu. Arbeitslos habe er versucht, die bürgerliche Fassade aufrecht zu erhalten, so gut es ging: „Heute würde ich einiges anders machen.“ Vorerst hat er Zeit, darüber nachzudenken: Das Amtsgericht verurteilte ihn noch einmal zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe.

Von Ulrich Franke

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