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Bescherung in der Obdachlosensiedlung

Wolfsburg: Lebensmittel-Tüten für die Bewohner Bescherung in der Obdachlosensiedlung

Säfte, Eier, Kaffee, Stollen, Zucker und Butter sind in den Päckchen. Dinge, die für die meisten von uns zum täglichen Leben dazugehören, zählen bei den Bewohnern der Obdachlosensiedlung in der Borsigstraße als Luxusartikel. Monika und Wolfgang Schmidt verteilten an Heiligabend solche Lebensmittel-Feiertagspakete.

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Stollen, Zucker, Kaffee: Die Bewohner der Borsigstraße nahmen die Lebensmittel-Tüten dankbar entgegen.

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Schmidts sind seit 25 Jahren ehrenamtlich im Einsatz in der Obdachlosensiedlung, erledigen Behördengänge und Arztbesuche mit den Bewohnern, sammeln Spenden und besorgen, was nötig ist. Dementsprechend liebenswürdig und persönlich sind die Begrüßungen, als am Morgen des 24. Dezembers die Schmidts mit Enkel Tilo (7) sowie Wagen und vollbepackten Anhänger zur Bescherung vorfahren. „Schön euch zu sehen“, sagt eine Bewohnerin freudig. Monika Schmidt steckt ihr ein Päckchen Kopfschmerztabletten zu. Dafür gibt es eine herzliche Umarmung. „Medikamente und Hygieneartikel könne sich viele gar nicht leisten“, weiß Monika Schmidt. Sie hat eine ganze Tüte mit Shampoo und Duschgel mitgebracht - eine private Spenderin stellte die Sachen zur Verfügung.

Ansonsten unterstützt seit neun Jahren die Margarete-Schnellecke-Stiftung die Siedlung. Der ehemalige Oberbürgermeister Rolf Schnellecke verzichtet an seinem Geburtstag auf Geschenke und bittet stattdessen um Spenden für die Obdachlosen. Das hält er bis heute bei. Mit dem Geld, diesmal rund 2000 Euro, sind die Pakete für rund 140 Bewohner gekauft worden. Elisabeth Külps, Vorsitzende der Stiftung, war samt Kindern bei der Verteilung dabei: „Es gibt in einer reichen Stadt wie Wolfsburg Menschen, denen es nicht gut geht - das vergessen viele. Es fehlen Dinge, die für uns eine Selbstverständlichkeit sind“, sagt sie. Bewohner Christoph Rainicke (56) hält seine Lebensmitteltüte mit beiden Händen ganz fest und freut sich auf Weihnachten und aufs Auspacken: „Ich habe in diesem Jahr sogar einen Weihnachtsbaum...“

jes

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