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Berliner Junge: Irrfahrt bis Wolfsburg

Wolfsburg Berliner Junge: Irrfahrt bis Wolfsburg

Kaum zu glauben, aber wahr: Der 13 Jahre alte Paul S. aus Berlin wollte am Sonntag zum Bäcker, um Brötchen zu kaufen. Doch der Junge, der am Down-Syndrom leidet, stieg in Berlin-Lankwitz in eine Regionalbahn, später in einen ICE - und landete daher nicht beim Bäcker, sondern in Wolfsburg.

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Hauptbahnhof in Berlin: Hier stieg der 13-jährige Paul aus Versehen in einen ICE und landete schließlich in Wolfsburg.

Quelle: dpa (Archiv)

Paul, nach Angaben seiner Familie auf dem Stand eines Sechsjährigen, wollte seine Mutter am Sonntagmorgen überraschen. Mit Mischlingshund Laila schlich er sich heimlich aus dem Haus in Lankwitz, um Brötchen zu kaufen. Doch der Bäckerladen hatte noch zu. Paul suchte weiter vergebens nach einem Laden; schließlich landete er an einem Lankwitzer Bahnhof und wollte mit der S-Bahn eine Station zurück nach Hause fahren.

Aber: Paul, der nicht lesen kann, stieg nicht in die S-Bahn, sondern in einen Regionalzug, der ihn zum Berliner Hauptbahnhof brachte. Dort stieg der 13-Jährige mit seinem Hund in einen anderen Zug um - in einen ICE, der über Wolfsburg nach Frankfurt fuhr. Kurz vor Wolfsburg fiel er dann bei einer Fahrschein-Kontrolle dem Schaffner auf.

Die Mutter hatte unterdessen in Berlin die Polizei alarmiert und einen Suchruf beim Radiosender 94.3rs2 gestartet. „Ich hatte totale Panik, dass er in schlechte Hände gerät“, sagte sie der BZ Berlin, die zuerst über den Fall berichtete.

Doch sie musste sich keine Sorgen mehr machen. Der Schaffner übergab Paul der Bundespolizei in Braunschweig, dort holte ihn der Vater, der zufällig in der Nähe war, später ab. Nach seiner zwölfstündigen Reise kehrte Paul nach Berlin zurück, wo ihn seine Mutter ganz doll drückte. „Mama, so lange weg war“, sagte Paul erleichtert - das Abenteuer war zu Ende.

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