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Berichte von Obdachlosen und Flüchtlingen

Wolfsburg Berichte von Obdachlosen und Flüchtlingen

Dieses Kunstprojekt war beeindruckend zu sehen und macht nachdenklich. Der Künstler Stefan Weiller sprach mit wohnungslosen, sozialbenachteiligten Wolfsburgern und Menschen auf der Flucht - und verarbeitete ihre Geschichten zum Gesamtkunstwerk „Wolfsburger Winterreise“, das jetzt in der Christuskirche zu sehen war.

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Christuskirche: Das Projekt „Wolfsburger Winterreise“ verarbeitete die Geschichten von Obdachlosen und Menschen auf der Flucht zu einem Gesamtkunstwerk.

Quelle: Britta Schulze

Die Schauspieler Hansi Jochmann und Helmut Krauss rezitierten die kurzen, aber sehr prägnanten Aussagen der sozial benachteiligten Wolfsburger. So ließen Sätze wie „Wohnungslosigkeit ist ein ganz dunkler Raum. Sie finden den Ausgang nicht“ tief in das Leben obdachloser Wolfsburger blicken. Dazu kamen Videosequenzen von Ralf Kopp und die Musik des Liederzyklus von Franz Schubert mit Gedichten von Wilhelm Müller, toll interpretiert von Theodore Browne (Tenor) und Susanne Frank (Alt), begleitet von Pianist Hedayet Djeddikar und dem Wolfsburger Kammerchor. Eine Kombination, die es in sich hatte - und dem Anspruch des Künstlers Weiller gerecht wird: Auf Probleme aufmerksam zu machen, die es auch in einer reichen Stadt wie Wolfsburg nach wie vor gibt.

„Ein großartiges Konzept“, war Maik Gildner, Geschäftsführer der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten, beeindruckt. Gerade angesichts der Flüchtenden sei die Winterreise eine „durchdringende Botschaft, sich einzubringen“. Das bestätigte Schirmherr Carl. H. Hahn auch aus eigener Erfahrung. Er selbst sei nach dem zweiten Weltkrieg 400 Kilometer zu Fuß und ohne einen Pfennig Geld unterwegs gewesen - angewiesen auf Nächstenliebe. Bürgermeisterin Elke Braun betonte: „Wir als Stadt können uns glücklich schätzen, das Projekt hier erleben zu dürfen.“

kau

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