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Bei der Integration können alle helfen

Wolfsburg Bei der Integration können alle helfen

Wolfsburg. Einen brisanten Themenkreis griff die Volkshochschule bei der Auftaktveranstaltung der Wolfsburger Stadtgespräche auf. Am Dienstag standen Folgen der Flüchtlingswelle, Kriminalitäts- und Integrationsprobleme auf der Tagesordnung.

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Kriminalitätsprobleme und Integrationsperspektiven von Flüchtlingen: Gastredner war der Kriminologe Christian Pfeiffer.

Quelle: Tim Schulze

Prominenter Gastreferent war Prof. Dr. Christian Pfeiffer, ehemaliger Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen und ehemaliger niedersächsischer Justizminister. Pfeiffer verglich aktuelle Angaben zur Flüchtlingskriminalität mit den von der Bevölkerung „gefühlten“ Zahlen und wies auf Fehlinterpretationen hin. Syrer, Iraker und Somalier seien im Gegensatz zu Menschen anderer Herkunft kaum auffällig.

Mit Bundeskanzlerin Merkel stimme er überein; „Wir brauchen Migration. Das ist lebenswichtig. Wir sind als wohlhabendes Land verpflichtet, zu helfen.“

In der nachfolgenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, was Staat, Gesellschaft und Flüchtlinge selber für eine gelingende Integration tun können. Susanne Ganswald vom Unterstützerkreis Fallersleben und Peter Wedemann vom Unterstützerkreis Heinrichswinkel/Vorsfelde diskutierten über Probleme in den Unterkünften in der Fallersleber Hafenstraße und erfolgreiche Integrationsergebnisse in Vorsfelde. Der Leiter der Braunschweiger Kriminalpolizei, Ulf Küch, forderte eine auch weiterhin schnelle Aburteilung von Straftaten und ist sich mit Pfeiffer einig: „Wer gegen Gesetze verstößt, muss sich verantworten.“

Gewaltfreie Erziehung in den Elternhäusern der Jugendlichen, der Abbau der Macho-Kultur, der Erwerb von Sprachkenntnissen und die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit können laut Pfeiffer erheblich zur Integration in Gesellschaft und Arbeitswelt beitragen.

von Kurt Boos

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