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Bei Semcon stehen die Zeichen auf Streik

Wolfsburg Bei Semcon stehen die Zeichen auf Streik

Wolfsburg. Der Tarifstreit beim Ingenieurdienstleister Semcon verschärft sich weiter: Mit einer Protestaktion während einer Betriebsversammlung am Standort Heinenkamp haben die Beschäftigten gestern ihren Ärger über die Geschäftsführung zum Ausdruck gebracht.

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Tarifstreit bei Semcon: Die Belegschaft protestierte gestern am Standort Heinenkamp gegen die Geschäftsführung.

Quelle: Britta Schulze

„Unsere Geduld ist am Ende. Wenn sich nicht bald etwas ändert, werden wir den Druck durch weitere Streikmaßnahmen deutlich erhöhen“, sagte Lothar Ewald, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg. Bislang gab es zwei Warnstreiks.

Die IG Metall wirft der Unternehmensleitung vor, sich Gesprächen über einen Tarifvertrag zu verweigern. Demnach möchte Semcon keine Tarifverträge mehr abschließen. Stattdessen sollen nur noch einzelvertragliche Regelungen am jeweiligen Standort die Bedingungen regeln. In Wolfsburg sind etwa 200 Beschäftigte betroffen.

„Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Geschäftsführung die Belange der Belegschaft einfach ignoriert und jedes Gespräch mit ihr ablehnt“, kritisierte Gewerkschaftssekretär Torsten Felgentreu. „Wir fordern die Geschäftsführung auf, sich unverzüglich mit uns an einen Tisch zu setzen und die Interessen der Belegschaft endlich wieder ernst zu nehmen.“ Semcon-Betriebsratschef Andrzej Byrski kündigte an, die Belegschaft werde sich gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wehren.

Den Protest der Semcon-Belegschaft unterstützten gestern Beschäftigte der Firmen Glunz in Nettgau, der IAV in Gifhorn und von Sitech in Wolfsburg. Frank Paetzold von der Vertrauenskörperleitung bei Volkswagen sagte: „Faire Arbeitsbedingungen und ein faires Entgelt - das ist nicht zuviel verlangt. Das kann aber keiner allein erreichen - deshalb haltet zusammen und unterstützt die IG Metall, ihr tut es für euch."

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