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Stadt Wolfsburg Befreiung von Kita-Freibeträgen hat weitreichende Auswirkungen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Befreiung von Kita-Freibeträgen hat weitreichende Auswirkungen
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10:00 14.06.2018
Keine Kita-Beiträge mehr in Niedersachsen: Das sorgt auch in Wolfsburg für Freude, aber auch für Verunsicherung. Quelle: Foto: Archiv
Wolfsburg

Ab 1. August sollen Eltern in Niedersachsen keine Beiträge mehr für die Betreuung ihres Nachwuchs in Kindertagesstätten zahlen müssen – für sie ein Grund zur Freude. Für einige Kita-Träger ist es aber ein Grund für Verunsicherung (WAZ berichtete). Noch laufen Verhandlungen, welche Kosten künftig die Kommunen und welche das Land übernimmt.

Kerstin Beckroth-Thiele von der vereinsgeführten Einrichtung „Schmuddelkinder“ in Vorsfelde bleibt trotzdem ruhig: „Ich lasse mich nicht irre machen. Uns ist signalisiert worden, dass sich nichts ändern wird.“ Sprich: Der Verein erhält weiter die gleichen Bezüge von der Stadt, um Personal und Betriebskosten zu bestreiten.

Auch Ulrich Hoffmann, Kita-Koordinator beim DRK, hat Vertrauen: „Die Stadt Wolfsburg hat vorgearbeitet. Alle sind mächtig beschäftigt.“ Angenehm sei die Situation für die Sachbearbeiterinnen im Hause zwar nicht, „aber im Moment müssen wir abwarten“. Aus Elternsicht sei die Beitragsfreiheit sicher eine gute Idee, „es wäre aber besser gewesen, wenn eine längere Vorbereitung möglich gewesen wäre“.

Dass es jetzt so schnell geht, hängt auch mit dem ungeplanten Landtags-Wahlkampf im Herbst 2017 zusammen. CDU und SPD hatten sich das Thema beide auf die Fahnen geschrieben. Und in der aktuellen großen Koalition wollen sie beide ihr Versprechen halten, um bei der kommenden Wahl keine Stimmen zu verlieren.

Hinzu kommen Pläne zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung im Bereich Sprachbildung. Bisher waren dafür zumindest im letzten Jahr vor der Einschulung Lehrkräfte zuständig, künftig soll auch diese Förderung in den Kitas stattfinden – voraussichtlich. „Mit der Beschlussfassung im Landtag wird in der kommenden Woche gerechnet“, sagt Stadtsprecher Ralf Schmidt. Vorher würden die Landesvertretungen der großen Wohlfahrtsverbände sowie der Städte- und Landkreistag angehört. „Konkrete Verhandlungen werden für die Stadt Wolfsburg vom Städtetag geführt“, so Schmidt.

Die Stadt setzt die Beschlüsse dann um und ist ja auch selbst Träger. 2017 wurden laut Schmidt stadtweit rund 250.000 Euro pro Monat an Elternbeiträgen für Kindergartenkinder erhoben, 44.000 Euro davon gingen an die städtischen Kitas. Mittlerweile gibt es aber vier neue städtische Einrichtungen, deren Personalstellen noch gar nicht alle besetzt sind. Deshalb „werden die Kosten für das Kitajahr 2018/19 gerade neu kalkuliert und aktualisiert“, sagt der Stadtsprecher.

Von Andrea Müller-Kudelka

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