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Bedarf an muslimischen Bestattungen steigt

Wolfsburg: Feld auf dem Nordfriedhof umfasst 67 Gräber Bedarf an muslimischen Bestattungen steigt

Seit 1997 gibt es auf dem Wolfsburger Nordfriedhof ein muslimisches Grabfeld. Auch wenn Verstorbene nach wie vor häufig in ihre Heimatländer überführt werden, geht Imam Mohamed Ibrahim vom Islamischen Kulturzentrum davon aus, dass die Zahl der Bestattungen vor Ort zunimmt.

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Muslimisches Grabfeld auf dem Nordfriedhof: Seit der Errichtung 1997 gab es bislang 67 Bestattungen.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Diese Einschätzung stützt der 44-Jährige vor allem auf jüngere Muslime. „Wenn Angehörige in Wolfsburg leben, wird der Bedarf zunehmen.“ 67 Bestattungen hat es laut Stadtsprecherin Elke Wichmann in den vergangenen 20 Jahren auf dem muslimischen Grabfeld gegeben. „Diese Zahl ist allerdings immer in Relation zu sehen“, betont Ibrahim. Rund 2500 Muslime würden in Wolfsburg und Umgebung leben, davon vorwiegend jüngere Altersgruppen.

Der Imam weiß, dass viele Muslime verstorbene Angehörige in ihren Herkunftsländern bestatten. „Das geschieht oft aus Verbundenheit mit der ersten Heimat.“ Ein weiterer Grund: Häufig übernehmen die Staaten die Überführungskosten. Ibrahim nennt Tunesien als Beispiel, rund 1500 Tunesier leben vor Ort. In der jüngeren Vergangenheit hätte es bislang drei Bestattungen von muslimischen Flüchtlingen in Wolfsburg gegeben.

Die Bestattung selbst teilt sich auf in die rituelle Waschung durch Ehrenamtliche, nach der der Leichnam in ein Tuch eingewickelt wird, das Totengebet in der Moschee und das Begräbnis. Dieses erfolgt laut Ibrahim in einem Sarg. „Der Blick des Verstorbenen geht in Richtung Mekka“, erläutert der Imam. Eine Kernausssage der Grabpredigt auf dem Nordfriedhof ist laut Ibrahim der Appell an die Gläubigen, ein gottgefälliges Leben zu führen und zugleich die Botschaft, dass der eigene Tod unausweichlich ist.

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