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Baumängel: Stadt schließt AWO-Kita für immer

Westhagen Baumängel: Stadt schließt AWO-Kita für immer

Nach fast 50 Jahren ist es aus: Wegen des schlechten Zustands des Gebäudes wird die AWO-Kita Westhagen im Sommer 2018 geschlossen. Die Kinder sollen in Einrichtungen im nahen Umfeld kommen, Mitarbeiter sollen an anderer Stelle weiter beschäftigt werden.

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Feier zum 40-jährigen Bestehen: Das fröhliche Bild stammt von 2012, wenige Jahre später wird die AWO-Kita Westhagen wegen erheblicher Baumängel geschlossen.

Quelle: Archiv

Westhagen. Am Freitagabend kurz nach 18 Uhr gab die Stadt Wolfsburg die Hiobs-Botschaft heraus: Die AWO-Kita in Westhagen wird im Sommer 2018 für immer geschlossen! Der Grund seien „erhebliche Baumängel“ an dem fast 50 Jahre alten Haus, eine Sanierung sei nicht wirtschaftlich.

Die Entscheidung, die Kindertagesstätte dicht zu machen, hätten Stadt und AWO gemeinsam getroffen. Katharina Varga, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend, bedauert: „Die AWO-Kita leistet seit fast 50 Jahren eine hervorragende Arbeit und hat mit der Entwicklung hin zu einem Familienzentrum insbesondere im Stadtteil Westhagen eine auf vielen Ebenen prägende Funktion eingenommen.“ Der Schritt sei schwer gefallen.

Dr. Christian Brinsa, Leiter des Geschäftsbereichs Hochbau, erklärt: „Die Kita befindet sich leider in einem schlechten baulichen Zustand mit starken Mängeln, insbesondere im Dachbereich und Außengelände.“ Eine Sanierung sei keine Option. Alle Beteiligten seien informiert worden, dass der Standort zum 31. Juli 2018 schließt.

Eltern und Kindern wolle man „entsprechende Alternativen anbieten“, so Bianka Köllner, Leiterin der Abteilung Kindertagesbetreuung. So sollen Kinder, die nicht in die Schule wechseln, unter anderem in das neu eröffnete städtische „Kinder- und Familienzentrum Am Ring“ wechseln können. Auch weitere Einrichtungen in der Umgebung kämen in Frage.

Fürs Personal betont Dezernentin Iris Bothe, dass es „keine Kündigungen geben wird“. Der Personalbedarf in Wolfsburg sei wegen der vielen Neubauten hoch. Ursula Tetzel und Dirk Bitterberg von der AWO bekräftigen: „Die Entscheidung, den Standort zu schließen, fiel beiden Seiten sehr schwer. Aber auch in dieser Situation wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit gut funktioniert.“ Daher wolle man sich in Wolfsburg weiter engagieren.

Was nach der Kita-Schließung mit dem maroden Gebäude passiert, steht noch nicht fest.

Von der WAZ-Redaktion

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